Leistung
Website-Relaunch, ohne die Sichtbarkeit zu verlieren.
Der häufigste Schaden bei einem Relaunch entsteht nicht am Design, sondern an den Adressen. Verschwinden alte Seitenadressen ersatzlos, bricht ein erheblicher Teil der Google-Besucher weg – und kommt erst nach Monaten zurück. Vermeidbar, aber nur mit Vorarbeit.
Wir planen jeden Relaunch von der alten Seite aus: erst wissen, was da ist, dann bauen.
Lohnt sich ein Relaunch überhaupt?
Nicht jeder unzufriedene Blick auf die eigene Website rechtfertigt einen Neubau. Ein Relaunch ist teuer, bindet Ihre Zeit und setzt eine funktionierende Seite kurz einem Risiko aus. Bevor wir einen empfehlen, prüfen wir, ob das Problem billiger zu lösen ist.
Häufig ist es das: langsam, weil Bilder unbearbeitet hochgeladen wurden. Nicht gefunden, weil Titel und Beschreibungen fehlen. Veraltet, weil die Texte von 2016 stammen. Dafür braucht es keinen Neubau, sondern Instandsetzung. Die Abwägung steht ausführlich in Website-Relaunch: wann er sich lohnt aufgeschrieben.
Gute und schlechte Gründe
Aus unseren Erstgesprächen: Diese Gründe tragen einen Relaunch – und diese nicht.
- Die Seite ist auf dem Telefon unbenutzbar und das lässt sich nicht nachrüsten
- Das eingesetzte System bekommt keine Sicherheitsupdates mehr
- Ihr Geschäft hat sich geändert – die Struktur passt nicht mehr zum Angebot
- Sie können Inhalte nicht selbst pflegen und niemand weiß mehr, wie die Seite aufgebaut ist
- Ladezeiten sind so hoch, dass Besucher vor dem ersten Bild abspringen
- Rechtliche Anforderungen wie Barrierefreiheit lassen sich im Altsystem nicht erfüllen
- „Die Seite ist drei Jahre alt“ – das ist kein Grund, sondern ein Datum
- Ein Mitbewerber hat etwas Neues – ohne dass Sie wissen, ob es ihm nützt
- Ein einzelner Punkt stört, der sich in zwei Stunden ändern lässt
Der größte Fehler: keine Weiterleitungen
Jede Unterseite hat eine Adresse, und viele davon sind bei Google gespeichert, in E-Mails verlinkt oder als Lesezeichen abgelegt. Ändert sich die Struktur, zeigen sie ins Leere – Besucher landen auf einer Fehlerseite und gehen zurück zum Suchergebnis.
Die Lösung ist unspektakulär und wird trotzdem oft vergessen: eine 301-Weiterleitung für jede alte Adresse auf die passende neue. „301“ heißt dauerhaft umgezogen – Google überträgt damit die aufgebaute Bewertung mit. Wir erstellen diese Liste vor dem Umbau und prüfen sie am Umstellungstag Zeile für Zeile.
Die Inhaltsinventur
Am Anfang steht eine Tabelle mit jeder einzelnen Seite Ihrer bisherigen Website, dazu drei Angaben: Besucher im letzten Jahr, über welche Suchbegriffe sie kamen, und ob der Inhalt noch stimmt. Diese Tabelle wird oft dreihundert Zeilen lang – und ist der wertvollste Teil des Projekts.
Aus ihr ergeben sich vier Entscheidungen pro Seite: übernehmen, überarbeiten, zusammenlegen oder löschen. Typisch ist, dass ein Drittel der Seiten kaum Besucher hat und wegfällt, während zwei oder drei alte Beiträge fast den gesamten Suchverkehr tragen. Genau die dürfen nicht verschwinden.
Wurde Ihre Seite bisher kaum gefunden, ist die Inventur schnell erledigt – dann geht es ums Aufbauen. Woran das liegen kann, steht in Website nicht bei Google gefunden.
Der Ablauf eines Relaunchs
- 1
Bestandsaufnahme3–5 Werktage
Zugänge sammeln, Besucherzahlen auswerten, alle Adressen auslesen. Ergebnis: die Inhaltsinventur.
- 2
Struktur und Weiterleitungsplan3–5 Werktage
Die neue Gliederung entsteht, parallel die Zuordnungstabelle alt zu neu. Kein Umbau beginnt, bevor sie vollständig ist.
- 3
Aufbau der neuen Seite2–5 Wochen
Gestaltung, Umsetzung, Übernahme der Inhalte. Die alte Website bleibt unverändert online.
- 4
Testphase1–2 Wochen
Die neue Seite läuft auf einer für Suchmaschinen gesperrten Testadresse. Sie lesen Korrektur, wir prüfen Technik und Weiterleitungen.
- 5
Umstellung1 Werktag
Domain umziehen, Weiterleitungen aktivieren, Sperre entfernen, Seitenkarte einreichen – an einem ruhigen Vormittag, nicht Freitagabend.
- 6
Nachbeobachtung4 Wochen
Vier Wochen lang Fehlerseiten und Rankings in der Search Console beobachten und nachbessern, wo eine Adresse übersehen wurde.
Umzug von WordPress nach Next.js
Der häufigste Umzug in unserer Praxis. Vier Dinge sind dabei zu klären – der Rest ist Fleißarbeit:
Inhalte
Beiträge und Seiten lassen sich maschinell übernehmen. Aufwand entsteht bei Seitenbaukästen – solche Layouts bauen wir sauber nach, statt Reste mitzuschleppen.
Bilder
Die Mediathek zieht um und wird dabei aufgeräumt: moderne Formate, passende Größen, sinnvolle Alternativtexte. Meist schrumpft die Datenmenge stark.
Formulare
Kontaktformulare werden neu gebaut und an einen E-Mail-Dienst gehängt, damit Nachrichten ankommen und nicht im Spam landen.
Plugins
Für jedes Plugin klären wir: noch gebraucht? Meist bleiben von zwanzig Erweiterungen drei übrig, die wir direkt einbauen.
Testphase und der Tag der Umstellung
Die neue Website läuft vor dem Start wochenlang auf einer Testadresse – per Kennwort geschützt und für Suchmaschinen gesperrt, sonst bekäme Ihre Seite Konkurrenz von sich selbst. In dieser Zeit lesen Sie Korrektur, wir prüfen Ladezeiten, Darstellung, Tastaturbedienung und jedes Formular.
Am Umstellungstag arbeiten wir eine feste Liste ab: alte Seite sichern, Domain umstellen, Weiterleitungen scharf schalten, Sperre entfernen, Seitenkarte einreichen, Stichproben auf alten Adressen. Die alte Seite wird archiviert, nicht gelöscht. Welche Punkte danach zählen, steht unter SEO-Technik; die Messwerte erklärt Core Web Vitals.
„Die Gestaltung wurde voll und ganz nach unseren Wünschen und Ansprüchen umgesetzt und die Wartung wie auch nachfolgende Änderungen nehmen wir in Anspruch, damit wir uns auf unser Geschäft konzentrieren können. Vielen Dank!“
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Nein. Die alte Website bleibt bis zur letzten Minute erreichbar, weil die neue auf einer eigenen Testadresse entsteht. Die Umstellung selbst dauert Minuten: Wir ändern den Eintrag, der Ihre Domain auf den Server zeigen lässt.
Weil sich diese Änderung im Netz erst verbreiten muss, halten wir beide Versionen ein paar Stunden parallel bereit. Besucher merken davon nichts.
Mit sauberen Weiterleitungen und erhaltenen Inhalten in aller Regel nicht. Was fast immer auftritt, ist eine Schwankung in den ersten zwei bis vier Wochen: Google bewertet neu, Platzierungen wackeln. Das beruhigt sich.
Gefährlich sind zwei Fälle: Adressen fallen ersatzlos weg, oder gut laufende Texte werden beim Relaunch „gestrafft“ und dabei halbiert. Deshalb entscheiden wir bei jeder Seite mit Suchverkehr bewusst, ob der Text angefasst wird.
Übernehmen ist der Normalfall: Ein Text, der seit Jahren Besucher bringt, hat seinen Wert bewiesen. Wir überarbeiten ihn behutsam – Zahlen aktualisieren, Zwischenüberschriften ergänzen – statt ihn zu ersetzen.
Neu geschrieben wird, wo Inhalte veraltet sind oder Ihr Angebot sich geändert hat. Das Texten übernehmen wir auf Wunsch: Sie liefern die Fakten, wir bringen sie in Form.
Der Bau kostet dasselbe wie eine neue Website vergleichbaren Umfangs. Dazu kommt die Vorarbeit: Inventur, Weiterleitungsplan und Nachbeobachtung schlagen mit ein bis drei zusätzlichen Arbeitstagen zu Buche.
Diesen Aufwand kann man sparen – aber nur einmal. Verlorene Sichtbarkeit muss später teuer zurückgekauft werden.
Wenn ohnehin alles neu gebaut wird, ist der Zeitpunkt günstig – ein zweiter Umzug später kostet die Vorarbeit noch einmal. Ob sich der Wechsel für Sie rechnet, hängt daran, wie oft Sie selbst Inhalte pflegen. Die Abwägung steht in WordPress oder Next.js.
Erst prüfen, dann umbauen.
Schicken Sie uns die Adresse Ihrer jetzigen Website. Wir sehen uns Struktur, Ladezeit und Sichtbarkeit an und sagen Ihnen ehrlich, ob ein Relaunch nötig ist – oder ob eine Instandsetzung reicht.
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