Web-Aufbereitung

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Nachhaltig gebaut heißt
schlank gebaut

Wir kleben kein grünes Blatt in den Fußbereich. Was wir tun, ist technisch begründbar und lässt sich nachmessen: Eine Seite, die 300 Kilobyte überträgt, verbraucht auf dem ganzen Weg vom Rechenzentrum bis zum Akku Ihres Besuchers einen Bruchteil dessen, was eine 5-Megabyte-Seite verbraucht.

Der angenehme Nebeneffekt: Genau dieselben Maßnahmen machen die Seite schneller, günstiger im Betrieb und besser auffindbar. Nachhaltigkeit ist hier kein Verzicht, sondern das Ergebnis ordentlicher Arbeit.

Jeder Aufruf kostet Strom

Eine Website liegt nicht einfach herum. Bei jedem Aufruf laufen Server an, Daten wandern durch Netzknoten, ein Mobilfunkmast überträgt sie, und das Endgerät muss alles auspacken und darstellen. Der Aufwand wächst dabei ungefähr mit der Datenmenge – wer die Datenmenge senkt, senkt den Energiebedarf auf der ganzen Strecke, nicht nur an einer Stelle.

Der Unterschied zwischen typischen Websites ist dabei erstaunlich groß. Fertige Themes bringen Effektbibliotheken mit, die niemand nutzt; Bilder werden in Druckauflösung hochgeladen; ein halbes Dutzend Auswertungsdienste lädt mit. Nichts davon sieht der Besucher – bezahlen tut er es mit Wartezeit und Akku.

Was Datenmenge praktisch bedeutet

Gerechnet mit 10.000 Aufrufen im Monat – eine realistische Größe für eine gut laufende Firmenseite in einer Region.

 Übliche Themeseite, rund 5 MBSchlank gebaute Seite, rund 300 KB
Übertragene Daten pro Monatrund 50 Gigabyterund 3 Gigabyte
Anfragen pro SeitenaufrufHäufig 80 bis 150 einzelne DateienMeist unter 20
Ladezeit im MobilfunkMehrere Sekunden, spürbar auch bei gutem EmpfangUnter einer Sekunde bis zum lesbaren Inhalt
Arbeit für das EndgerätViel Skriptauswertung, merkliche AkkulastWenig Rechenarbeit, kaum spürbare Last
Kosten im BetriebSteigen mit dem BesucheraufkommenBleiben in kleinen Projekten meist konstant

Was wir konkret tun – und was wir weglassen

Keine dieser Maßnahmen kostet Sie extra. Sie sind Teil der Bauweise, die im Beitrag Vorteile statischer Websites genauer beschrieben ist.

  • Seiten werden einmal beim Bauen erzeugt und danach nur noch ausgeliefert – der Server rechnet bei jedem Besuch fast nichts
  • Bilder in modernen Formaten und in mehreren Größen; ein Telefon lädt nicht die Fassung für den 27-Zoll-Monitor
  • Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs werden erst geladen, wenn jemand tatsächlich dorthin scrollt
  • Schriften liegen auf dem eigenen Server, in genau den Schnitten, die vorkommen – kein Aufruf bei einem fremden Anbieter
  • Nur die tatsächlich verwendeten Stilregeln landen in der ausgelieferten Datei
  • Auslieferung aus einem nahe gelegenen Rechenzentrum, damit Daten kurze Wege haben
  • Videohintergründe, die um des Effekts willen mehrere Megabyte kosten
  • Ein Zoo aus Tracking- und Werbeskripten, den ohnehin niemand auswertet
  • Schriften über ein fremdes Netz – schlecht für die Ladezeit und datenschutzrechtlich heikel
  • Erweiterungen für Funktionen, die zehn Zeilen eigener Code erledigen
  • Animationen, die bei jedem Scrollen Rechenarbeit erzeugen

Serverstandort und Strommix – was wir wissen und was nicht

Wir liefern Projekte bevorzugt aus europäischen Rechenzentren aus, in der Regel aus Frankfurt. Das hat zwei Gründe: kurze Wege zu Ihren Besuchern und ein datenschutzrechtlich klarer Rahmen, weil die Daten den Geltungsbereich der DSGVO nicht verlassen.

Zum Strommix sagen wir, was wir belegen können – und das ist wenig. Große Betreiber veröffentlichen Angaben zu erneuerbarer Energie und Ausgleichszahlungen. Wir prüfen diese Angaben nicht nach und geben sie deshalb nicht als unser Versprechen aus. Was wir beeinflussen, ist die Menge an Rechenarbeit und Datenverkehr, die überhaupt anfällt. Wie der Betrieb im Detail aussieht, steht unter Hosting und Betrieb.

Der größte Hebel: eine Seite, die lange hält

Ein Relaunch alle zwei Jahre verbraucht mehr Ressourcen als jede Bildoptimierung einspart – Arbeitszeit, Serverkapazität, Nerven. Langlebigkeit ist deshalb der eigentliche Nachhaltigkeitsfaktor.

Zeitlose Gestaltung

Klare Struktur, gute Lesbarkeit, ruhige Farbführung. Was heute nicht modisch ist, kann in drei Jahren auch nicht altmodisch wirken.

Wenige Abhängigkeiten

Jede fremde Erweiterung ist ein Bauteil, das eines Tages nicht mehr gepflegt wird. Wer wenig davon einbaut, muss selten alles anfassen.

Erweiterbar statt ersetzbar

Neue Seiten und Funktionen kommen dazu, ohne dass das Fundament neu gegossen wird. Wann ein Neubau trotzdem sinnvoll ist, klärt der Beitrag zum Relaunch.

Kein Siegel, keine CO2-Bilanz – bewusst

Wir führen keine Nachhaltigkeitszertifizierung, sind in keinem entsprechenden Verband und weisen für Ihre Website keinen CO2-Wert aus. Eine belastbare Bilanz müsste Strommix des Rechenzentrums, Endgeräte Ihrer Besucher und deren Netzverbindung einbeziehen. Diese Daten haben wir nicht – und eine Zahl zu schätzen, die nach Messung aussieht, wäre genau das Greenwashing, das wir vermeiden wollen.

Überprüfbar ist dagegen: übertragene Datenmenge, Zahl der Anfragen pro Aufruf, Ladezeit auf gedrosselter Verbindung. Diese Werte können Sie mit jedem Prüfwerkzeug selbst nachrechnen – bei uns wie bei jedem Wettbewerber.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Nein. Der Großteil des Datenvolumens steckt nicht in der Gestaltung, sondern in unkomprimierten Bildern und ungenutztem Programmcode. Verläufe, Animationen und aufwendige Typografie kosten fast nichts. Was wir weglassen, ist die Effektbibliothek, von der drei Prozent gebraucht werden.

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