Web-Aufbereitung

Leistung

Ein Onlineshop ist kein Webprojekt. Er ist ein Betrieb.

Die Technik ist an einem Shop der kleinere Teil. Der größere sind Produktdaten, Versandkosten, Retouren, Zahlarten und rechtliche Pflichten, die täglich Arbeit machen. Wer das vorher weiß, startet mit realistischen Erwartungen – und mit dem System, das zu seinem Sortiment passt.

Wir bauen Shops auf drei Wegen und sagen Ihnen offen, welcher in Ihrem Fall der günstigste ist. Manchmal ist das nicht der, den wir selbst entwickeln.

Die Frage vor der Technikfrage

Bevor über Systeme gesprochen wird, brauchen wir drei Zahlen: Wie viele Artikel verkaufen Sie, wie oft ändern sich Preise und Bestände, und wie viele Bestellungen erwarten Sie pro Tag? Ein Shop mit 40 Artikeln braucht eine völlig andere Struktur als einer mit 4.000 – und vor allem eine andere Suche. Bei 40 Artikeln reicht eine Übersicht, bei 4.000 entscheidet der Filter über den Umsatz.

Die zweite Frage ist die nach der Pflege. Wer pflegt Bilder, Beschreibungen und Bestände – und wann? Ein Shop, den niemand pflegt, verkauft nach drei Monaten nichts mehr, egal wie gut er gebaut ist. Für stationäre Händler, die zusätzlich online verkaufen wollen, haben wir das auf unserer Seite für den Einzelhandel zusammengefasst.

Drei Wege zum Shop – mit ihren Schattenseiten

WooCommerce

Erweiterung für WordPress, günstig im Einstieg, riesige Modulauswahl. Nachteil: Jedes Modul will aktualisiert werden, und ab einigen Tausend Artikeln wird der Shop träge. Passt unter etwa 500 Artikeln.

Shopify

Mietsystem, läuft sofort, kümmert sich selbst um Updates. Nachteil: Monatsgebühr plus teils Umsatzbeteiligung, begrenzte Anpassbarkeit, Daten beim Anbieter. Passt bei Standardabläufen.

Eigener Shop

Katalog, Warenkorb und Kasse bauen wir selbst. Nachteil: höhere Anfangsinvestition. Passt, wenn Ihre Abläufe eigen sind – Staffelpreise, Kundengruppen, Konfiguratoren.

Mietsystem oder eigener Shop

Die ehrliche Kurzfassung: Ein Mietsystem ist am Anfang billiger und am Ende unflexibler. Ab welchem Punkt sich das dreht, hängt an Ihrem Sortiment.

 MietsystemEigener Shop
StartkostenNiedrig – Einrichtung und erste ArtikelHöher, weil Katalog und Kasse gebaut werden
Laufende KostenMonatsgebühr, teils zusätzlich pro VerkaufHosting und Wartung, unabhängig vom Umsatz
AnpassbarkeitNur, was das System vorsiehtAlles, was Sie brauchen – auch krumme Abläufe
DatenhoheitKundendaten liegen beim AnbieterDaten liegen in Ihrer eigenen Datenbank
Umzug späterAufwendig, oft mit DatenverlustNicht nötig – der Shop wächst mit
Wer aktualisiert?Der Anbieter, automatischWir im Wartungsvertrag oder Ihr Team

Zahlarten und Versand – wo Bestellungen abbrechen

Zwei Dinge lassen Warenkörbe zuverlässig stehen: überraschende Versandkosten und eine fehlende Zahlart. Studien zum deutschen Onlinehandel nennen seit Jahren dieselben beiden Gründe an der Spitze.

Rechnungskauf, PayPal, Kreditkarte und Lastschrift decken den größten Teil ab, Klarna und Apple Pay je nach Zielgruppe. Wir binden sie über einen Zahlungsdienstleister an, damit Kartendaten Ihren Server nie berühren – das erspart Ihnen einen Berg an Sicherheitsauflagen.

Beim Versand gilt: Versandkosten und Lieferzeit gehören auf die Produktseite, nicht in den letzten Schritt der Kasse. Wer sie versteckt, sammelt Abbrüche – und Abmahnrisiko, weil Preisangaben vollständig sein müssen.

Rechtliche Pflichten im Onlinehandel

Wir bauen diese Punkte technisch ein und weisen auf Lücken hin. Eine Rechtsberatung ist das nicht – die Texte selbst gehören in die Hand eines Anwalts oder eines geprüften Anbieters. Was in keinem deutschen Shop fehlen darf:

  • Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular, vom Kunden speicherbar
  • Button-Lösung: Der Bestellknopf muss „Zahlungspflichtig bestellen“ oder gleichwertig heißen
  • Vollständige Preisangaben inklusive Umsatzsteuer und Versandkosten vor dem Absenden
  • Grundpreise pro Kilogramm oder Liter, wo die Preisangabenverordnung sie verlangt
  • Bestellbestätigung per E-Mail mit allen Vertragsbedingungen
  • Impressum und Datenschutzerklärung, aus jeder Seite mit zwei Klicks erreichbar
  • Hinweis auf die Online-Streitbeilegungsplattform und die gesetzliche Gewährleistung
  • Kein Tracking-Skript, das vor der Einwilligung lädt
  • Keine versteckten Kosten, die erst im letzten Schritt auftauchen

Warenkorbabbrüche sind normal – die Frage ist, warum

Dass ein großer Teil gefüllter Warenkörbe nie zur Bestellung wird, gilt im Onlinehandel als Erfahrungswert. Ein Teil davon ist Stöbern. Der andere ist hausgemacht: Zwang zum Kundenkonto, fünf Schritte bis zur Kasse, keine sichtbaren Zahlarten.

Wir bauen deshalb die Kasse zuerst: Bestellung als Gast möglich, alle Felder auf einer Seite, Zahlarten und Versandkosten dauerhaft sichtbar. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet dabei Bestellungen – mehr dazu unter Performance & Ladezeit.

Produktdaten – der unterschätzte Aufwand

Der Shop ist in Wochen gebaut. Die Produktdaten beschäftigen Sie dauerhaft – deshalb planen wir diese vier Bereiche von Anfang an mit:

BeschreibungenVerkauf und Sichtbarkeit
Jeder Artikel braucht einen eigenen Text. Herstellerbeschreibungen stehen wortgleich in fünfzig anderen Shops – Google sortiert sie entsprechend ein.
BilderKaufentscheidung
Mehrere Ansichten, gleicher Hintergrund, gleicher Ausschnitt. Uneinheitliche Bilder lassen einen Shop selbstgebaut wirken.
VariantenStruktur
Ob ein Artikel drei Varianten hat oder drei eigene Artikel ist, entscheidet über Lagerführung und Suche. Das klären wir vor dem Bau.
BeständeVertrauen
Wer Ware verkauft, die nicht da ist, verliert den Kunden dauerhaft. Deshalb koppeln wir den Shop wo möglich an Ihre Warenwirtschaft.

So läuft ein Shop-Projekt

  1. 1

    Sortiment und Systemwahl1–2 Termine

    Artikelzahl, Varianten, Pflegeaufwand, Zielgruppe. Am Ende steht die begründete Entscheidung für eines der drei Systeme.

  2. 2

    Kasse und Katalog entwerfen1–2 Wochen

    Zuerst der Weg vom Artikel bis zur Bestätigung, danach Übersicht, Filter und Startseite.

  3. 3

    Aufbau und Anbindung2–4 Wochen

    Shop aufsetzen, Zahlarten und Versand anbinden, Steuersätze und Versandzonen einrichten, Rechtstexte einbauen.

  4. 4

    Testbestellungen3–5 Werktage

    Jede Zahlart wird echt durchgespielt, inklusive Stornierung und Rückerstattung.

  5. 5

    Start und Einweisung1 Werktag

    Sie lernen, Artikel anzulegen und Bestellungen zu bearbeiten. Die technische Wartung übernehmen wir auf Wunsch.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ein überschaubarer Shop auf WooCommerce-Basis beginnt in der Größenordnung unserer mehrseitigen Website, also ab 1.299 € netto, sofern Sie Produktdaten und Bilder liefern. Ein eigenentwickelter Shop liegt in der Regel im vierstelligen Bereich, je nach Umfang darüber.

Unterschätzt werden meist die laufenden Kosten: Zahlungsgebühren pro Bestellung, Versandsoftware, Wartung und Arbeitszeit für die Produktpflege. Diese Rechnung machen wir vor dem Start gemeinsam auf.

Wie viele Artikel haben Sie?

Mit dieser einen Zahl und Ihrer Antwort auf die Pflegefrage können wir Ihnen meist schon im ersten Gespräch sagen, welches Shop-System Sie brauchen – und welches Sie sich sparen können.

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