Standort
Websites für Bremen und Bremerhaven
In Logistik und Zulieferung liegt das eigentliche Problem selten in der Gestaltung. Es liegt darin, dass Preise, Bestände, Fahrpläne oder Stellenangebote an drei Stellen gepflegt werden — im Warenwirtschaftssystem, in einer Tabelle und noch einmal von Hand auf der Website.
Unser Schwerpunkt für Bremen sind deshalb Schnittstellen und Datenpflege: Die Website holt sich, was ohnehin im System steht. Wir arbeiten von Bonn aus; für Projekte dieser Art zählt ohnehin weniger die Nähe als die Frage, ob jemand Ihre Datenwege versteht.
Zwei Städte, ein Bundesland, viel Warenverkehr
Bremen ist ein Zwei-Städte-Staat: Die Hansestadt und das rund 60 Kilometer entfernte Bremerhaven gehören zusammen, wirtschaftlich aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In Bremerhaven stehen einer der größten Containerumschlagplätze Europas und ein bedeutender Autoterminal, dazu Fischwirtschaft und Meeresforschung. In Bremen selbst sitzen Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrt sowie eine lange Tradition in der Lebensmittelwirtschaft — Kaffee, Bier, Tiefkühlkost.
Diese Mischung erzeugt einen ganz bestimmten Typ Unternehmen: mittelständisch, technisch anspruchsvoll, mit gewachsener IT. Es gibt ein Warenwirtschaftssystem, oft ein eigenes Lagerprogramm, manchmal eine Zollsoftware — und daneben eine Website, die von all dem nichts weiß.
Genau daran scheitern viele Auftritte in dieser Region nicht sichtbar, sondern schleichend: Die Seite ist nicht hässlich, sie ist unaktuell. Preise von 2023, ein Fahrplan, den jemand vergessen hat, eine Stellenanzeige für eine längst besetzte Stelle. Wer Daten doppelt pflegen muss, pflegt sie irgendwann gar nicht mehr.
Wo sich doppelte Pflege abschaffen lässt
Nicht jede Verbindung lohnt sich. Diese vier rechnen sich in der Praxis am schnellsten, weil sie Arbeit ersetzen, die jede Woche anfällt.
Preise und Bestände
Statt einer PDF-Liste, die vierteljährlich getauscht wird, zieht die Seite die aktuellen Werte aus Ihrem System. Der Aufwand liegt einmalig bei der Anbindung, danach bei null.
Stellenanzeigen
Offene Stellen kommen aus dem Bewerbermanagement und verschwinden von selbst, wenn sie besetzt sind. In einer Region mit angespanntem Arbeitsmarkt ist eine veraltete Anzeige teurer als sie aussieht.
Termine und Abfahrten
Öffnungszeiten von Annahmestellen, Sammeltermine, Abfahrtsfenster: Solche Daten ändern sich oft und werden praktisch nie rechtzeitig nachgetragen.
Anfragen in den richtigen Kasten
Ein Formular, das nicht in einem Sammelpostfach landet, sondern nach Standort oder Bereich verteilt wird — und dessen Eingang der Absender bestätigt bekommt.
Wie so eine Verbindung technisch aussieht
Der Begriff „Schnittstelle“ klingt größer, als er meistens ist. In den allermeisten Fällen läuft es auf einen dieser vier Wege hinaus — vom einfachsten zum aufwendigsten.
- Datei-ExportDer einfachste Weg
- Ihr System legt regelmäßig eine Datei ab, die Website liest sie ein. Unelegant, aber robust und günstig — und für Daten, die sich täglich statt minütlich ändern, völlig ausreichend.
- APIDie direkte Abfrage
- Eine Programmierschnittstelle: Die Website fragt Ihr System und bekommt die Antwort in Echtzeit. Voraussetzung ist, dass Ihr System so etwas anbietet — viele moderne tun es, ältere nicht.
- WebhookMeldung statt Nachfragen
- Umgekehrte Richtung: Ihr System meldet sich, sobald sich etwas ändert. Spart Abfragen und hält die Daten aktuell, ohne dass ständig jemand nachschaut.
- ZwischenspeicherDer Puffer dazwischen
- Eine eigene Datenbank zwischen System und Website. Nötig, wenn das Quellsystem langsam ist, nur zu Bürozeiten läuft oder nicht mit vielen Anfragen belastet werden darf.
Zusammenarbeit über die Entfernung
Zwischen Bonn und Bremen liegen gut 300 Kilometer, ein Büro haben wir dort nicht. Bei Schnittstellenprojekten ist das ohnehin zweitrangig — die Arbeit besteht aus Datenstrukturen, Testläufen und Abstimmung mit Ihrem IT-Dienstleister.
- 1
Systeme sichten60–90 Minuten
In einem Videotermin mit geteiltem Bildschirm schauen wir uns an, welche Systeme im Haus sind und was sie herausgeben können. Oft ist mehr möglich, als der Anbieter aktiv bewirbt.
- 2
Testdaten statt Echtdaten1–2 Wochen
Wir arbeiten zuerst mit einem Auszug. Damit kommt nichts durcheinander, und es müssen keine Zugangsdaten zu Produktivsystemen durch die Gegend geschickt werden.
- 3
Vorschau mit echten Datenlaufend
Eine geteilte Adresse, auf der Sie sehen, wie Ihre eigenen Bestände oder Termine dargestellt werden. Fehler in den Daten fallen dort meist zuerst auf — das ist ein Nebeneffekt, den viele unterschätzen.
- 4
Übergabe mit Notfallplanzum Abschluss
Wir dokumentieren, was passiert, wenn das Quellsystem einmal nicht antwortet: Anzeige des letzten bekannten Standes statt einer Fehlermeldung. Das ist die Stelle, an der viele Anbindungen unangenehm auffallen.
Was Anbindungen kosten
Eine Website mit Schnittstellen liegt fast immer im Enterprise-Umfang ab 2.299 €, weil neben den Seiten auch die Verbindung gebaut und geprüft werden muss. Reine Auftritte ohne Anbindung starten beim Multi Pager ab 1.299 €, ein einzelnes Angebot beim One Pager ab 699 €. Was eine Anbindung im Einzelfall kostet, hängt an Ihrem Quellsystem — das lässt sich erst nach dem ersten Blick seriös sagen; unser Stundensatz liegt bei 85 € netto. Alle Preise netto. Ein Beispiel für eine Anwendung dieser Größenordnung ist unsere eigene Plattform bald-in.de.
Auffindbar bleiben, wenn Daten die Seiten füllen
Sobald Inhalte automatisch entstehen, taucht eine Frage auf, die bei handgeschriebenen Seiten nicht existiert: Kann Google damit etwas anfangen? Die Antwort hängt daran, ob die Daten beim Abruf schon in der Seite stehen oder erst nachträglich im Browser eingesetzt werden. Wir bauen so, dass die fertige Seite ausgeliefert wird — sonst sieht die Suchmaschine leere Hüllen.
Für die lokale Sichtbarkeit hat Bremen zudem eine Besonderheit, die man leicht übersieht: Viele Unternehmen sind an beiden Standorten tätig, Bremen und Bremerhaven. Wenn es zwei echte Betriebsstätten mit eigenen Adressen und Telefonnummern gibt, gehören auch zwei Unternehmensprofile bei Google dazu, jeweils verknüpft mit einer eigenen Standortseite. Was ein solches Profil enthalten muss, steht in unserem Beitrag zum Google Business Profil.
Ein dritter Punkt betrifft Betriebe mit Werksverkehr: Zufahrt, Anlieferzeiten und Rampenhöhe gehören auf die Seite, nicht ins Telefonat. Das spart Ihrer Disposition Anrufe und ist gleichzeitig Inhalt, nach dem tatsächlich gesucht wird.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Meistens ja, nur über einen anderen Weg. Wenn es keine Programmierschnittstelle gibt, arbeiten wir mit einem regelmäßigen Datei-Export — das kann fast jedes System, notfalls über einen geplanten Bericht.
Was wir vorher klären: Wie oft ändern sich die Daten wirklich? Bei Preisen, die vierteljährlich angepasst werden, ist eine Echtzeit-Anbindung Aufwand ohne Nutzen.
Nicht zu Ihren Produktivsystemen. Üblich ist ein eigener Zugang mit Lesezugriff nur auf die benötigten Bereiche, eingerichtet von Ihrer IT. Für die Entwicklung selbst reichen Testdaten.
Alles Weitere zu Aufbewahrung und Verarbeitung halten wir in einem Auftragsverarbeitungsvertrag fest — das ist bei personenbezogenen Daten ohnehin Pflicht.
Mit je einer eigenen Seite, die tatsächlich unterschiedliche Informationen trägt: Anfahrt, Ansprechpartner, Zeiten, was dort gemacht wird. Zwei Seiten mit identischem Text und getauschtem Ortsnamen bringen dagegen nichts.
Dazu je ein Unternehmensprofil bei Google, wenn beide Adressen echte Betriebsstätten mit eigener Erreichbarkeit sind.
Dann zeigt die Seite den zuletzt bekannten Stand mit Datum, statt einer Fehlermeldung oder einer leeren Liste. Wir richten außerdem eine Benachrichtigung ein, damit Sie und wir es merken, bevor ein Kunde anruft.
Schluss mit doppelter Pflege
Sagen Sie uns, welche Daten Sie derzeit von Hand auf die Website übertragen. Wir schauen uns an, ob sich das automatisieren lässt — und sagen es Ihnen auch, wenn der Aufwand sich nicht lohnt.
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