Web-Aufbereitung

Leistung

Webdesign ist kein Geschmack. Es ist Führung.

Eine Website hat ungefähr drei Sekunden, um zu beantworten: Wo bin ich hier, was gibt es, und was soll ich tun? Design entscheidet, ob diese drei Antworten in der richtigen Reihenfolge ankommen – über Größe, Abstand, Farbe und die Stelle, an der ein Knopf steht.

Deshalb diskutieren wir mit Ihnen nicht über „gefällt mir“, sondern über „führt zum Ziel“. Am Ende ist beides meist dasselbe.

Warum „schön“ die falsche Frage ist

In Abstimmungsrunden fällt fast immer derselbe Satz: „Das Grün gefällt mir nicht.“ Verständlich – aber es hilft niemandem weiter, weil Ihr Geschmack und der Ihrer Kundschaft zwei verschiedene Dinge sind. Wir stellen deshalb andere Fragen: Findet ein Besucher in fünf Sekunden Ihre Telefonnummer? Erkennt er auf der Startseite, was Sie anbieten, ohne zu scrollen? Ist klar, welcher der drei Knöpfe der wichtigste ist?

Das ist überprüfbar, und deshalb streiten wir darüber nicht. Wenn eine Gestaltung diese Fragen beantwortet, gefällt sie am Ende fast immer auch – Klarheit wird als angenehm empfunden, Unordnung als billig, auch von Menschen, die das nie so benennen würden.

Der umgekehrte Fall ist häufiger, als man denkt: eine wirklich hübsche Seite, von der niemand anfragt. Woran das meistens liegt, haben wir in Warum Besucher nicht anfragen zusammengetragen.

Die vier Hebel, mit denen wir führen

Visuelle Hierarchie

Das Auge springt zum Größten, Dunkelsten, Freistehendsten. Jede Seite bekommt drei Ebenen: eine Hauptaussage, zwei Nebenaussagen, Rest Detail. Sieht alles gleich wichtig aus, ist nichts wichtig.

Farbe und Kontrast

Farbe sparsam, damit sie etwas bedeutet: eine Akzentfarbe für Handlungen, ein ruhiger Grundton für den Rest. Hellgrau auf Weiß sieht im Entwurf edel aus und ist im Sonnenlicht unlesbar.

Typografie

Zwei Schriftschnitte reichen. Fließtext ab 17 Pixel, Zeilenlänge um die 70 Zeichen. Schriften laden wir lokal – aus Datenschutzgründen und weil es eine externe Anfrage spart.

Bedienbarkeit

Klickflächen mindestens 44 mal 44 Pixel, weil ein Daumen kein Mauszeiger ist. Sichtbare Beschriftungen statt Platzhaltertext, der beim Tippen verschwindet.

Mobile First heißt: das Telefon ist der Normalfall

Bei den meisten unserer Kundenprojekte kommt deutlich mehr als die Hälfte der Besuche vom Smartphone – bei Handwerk und Gastronomie noch mehr. Trotzdem entstehen viele Entwürfe zuerst auf einem 27-Zoll-Bildschirm. Danach wird gequetscht, und aus einer Vierer-Spalte wird eine endlose Kolonne.

Wir drehen das um: Der erste Entwurf entsteht in Telefonbreite. Das erzwingt Entscheidungen: Was muss oben stehen, was darf weg? Was auf 390 Pixel Breite funktioniert, funktioniert auf dem großen Bildschirm fast immer auch – umgekehrt gilt das nie. Mehr dazu in Responsive Webdesign und Mobile First.

Von der Skizze zum fertigen Entwurf

Wir zeichnen nicht sofort bunt. Je später Farbe ins Spiel kommt, desto ehrlicher sind die Rückmeldungen zur Struktur.

  1. 1

    Inhalte sortieren1 Termin

    Bevor irgendetwas gezeichnet wird, listen wir auf, was auf die Seite muss und in welcher Reihenfolge ein Besucher es braucht. Diese Liste ist der eigentliche Bauplan.

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    Graue Skizze1–2 Werktage

    Kästen, Platzhaltertext, keine Farbe. Hier klärt sich, ob die Reihenfolge stimmt und ob eine Seite zu voll ist. Änderungen kosten in dieser Phase Minuten statt Stunden.

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    Farbklang und Schrift2 Werktage

    Jetzt kommen Farbwelt und Schriftpaar dazu, abgestimmt auf Ihr Logo und Ihre Branche. Wir zeigen zwei Richtungen statt zehn – zu viel Auswahl macht die Entscheidung schlechter, nicht besser.

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    Entwurf der Leitseiten2–4 Werktage

    Startseite und eine typische Unterseite werden vollständig gestaltet, in Telefon- und Bildschirmbreite. Daran sehen Sie, wie die ganze Website aussehen wird.

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    Korrekturrunde2 Werktage

    Eine gebündelte Rückmeldung von Ihrer Seite, eine Überarbeitung von unserer. Danach ist der Entwurf freigegeben und geht in die Umsetzung.

Woran es liegt, wenn niemand anfragt

Diese Punkte sehen wir bei fast jeder Website, die wir übernehmen. Sie kosten keine Gestaltung, sondern nur Entscheidungen:

  • Der Handlungsknopf steht erst nach dreimal Scrollen – oben steht nur ein Bild
  • Es gibt fünf gleichwertige Knöpfe, also keinen wichtigen
  • Das Formular fragt acht Felder ab, obwohl Name, E-Mail und Anliegen reichen
  • Die Telefonnummer ist ein Bild und lässt sich auf dem Telefon nicht antippen
  • Die Preisfrage bleibt völlig offen, also fragt niemand – aus Angst vor der Antwort
  • Kein einziger Hinweis darauf, wer hinter der Firma steht
  • Nicht das Problem: die genaue Nuance des Blautons
  • Nicht das Problem: eine fehlende Animation beim Scrollen

Barrierefreiheit ist Teil der Gestaltung, nicht ein Anbau

Kontraste, Schriftgrößen, Tastaturbedienung und Beschriftungen entscheiden sich im Entwurf – nachträglich wird es teuer. Deshalb prüfen wir Farbkombinationen schon beim Zeichnen mit unserem Kontrast-Prüfer, statt am Ende festzustellen, dass die Hausfarbe für Text nicht taugt.

Was das Gesetz seit 2025 verlangt, steht auf unserer Seite zur barrierefreien Website.

Womit wir gestalten

FigmaEntwurf
Dort entstehen Skizzen und Entwürfe. Sie schauen im Browser mit und schreiben Kommentare direkt an die Stelle, um die es geht.
Design-TokensOrdnung
Farben, Abstände und Schriftgrößen bekommen Namen statt Zahlen. Die Hausfarbe ändert sich an einer Stelle – und überall gleichzeitig.
„Wir wollten nur eine sehr einfach gestaltete Seite und diese lieferten die Jungs mir sehr schnell. Genau wie wir es haben wollten, klasse.“
Selver K. · Wirtz Werbetechnik

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Zwei Richtungen in der Farbphase, danach ein ausgearbeiteter Entwurf mit einer Korrekturrunde. Absichtlich keine zehn Varianten: Wer zehn Vorschläge sieht, entscheidet nach Bauchgefühl statt nach Zielen.

Passt die Richtung grundsätzlich nicht, gehen wir zurück zur grauen Skizze. Das ist unangenehm, aber ehrlicher, als eine falsche Richtung schön zu machen.

Zeigen Sie uns Ihre jetzige Seite.

Wir schauen sie uns an und sagen Ihnen konkret, welche drei Stellen die meisten Anfragen kosten. Das ist kostenlos und unverbindlich – auch wenn wir danach nicht zusammenarbeiten.

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