Web-Aufbereitung

Leistung

Ladezeit messbar verbessern.

Ladezeit ist die einzige Eigenschaft einer Website, die jeder Besucher sofort bemerkt und niemand je lobt. Sie fällt nur negativ auf — und dann ist der Besucher schon weg.

Wir messen mit echten Werten, benennen die zwei oder drei Ursachen, die tatsächlich Sekunden kosten, und bauen sie um. Nicht zwanzig Kleinigkeiten, die zusammen 80 Millisekunden bringen.

Warum Ladezeit Geld ist

Der Zusammenhang ist unangenehm direkt: Je länger eine Seite lädt, desto mehr Besucher gehen wieder, bevor sie etwas gesehen haben. Studien großer Anbieter zeigen seit Jahren dieselbe Richtung — die Abbruchrate steigt mit jeder zusätzlichen Sekunde deutlich, besonders am Handy im Mobilfunknetz.

Dazu kommt die Sichtbarkeit. Google verwendet die Ladeerfahrung echter Besucher als einen Faktor im Ranking. Er ist nicht der wichtigste — guter Inhalt schlägt schnelle Technik — aber bei zwei vergleichbaren Seiten entscheidet er.

Und der dritte Punkt wird meist übersehen: Eine schnelle Seite wirkt professioneller. Wer drei Sekunden auf ein Kontaktformular wartet, überträgt dieses Gefühl auf die Firma dahinter.

Die Zielwerte, an denen gemessen wird

unter 0 ms

LCP — bis der Hauptinhalt sichtbar ist

unter 0 ms

INP — bis die Seite auf einen Klick reagiert

unter 0,1

CLS — wie stark das Layout noch springt

0 %

Anteil der Besuche, der die Werte einhalten muss

Die drei Kennwerte auf Deutsch

Die drei Werte klingen technisch, beschreiben aber genau das, was ein Mensch beim Aufruf empfindet.

LCP — „Ich sehe etwas“

Wie lange dauert es, bis das größte sichtbare Element steht — meist Kopfbild oder Überschrift? Unter 2,5 Sekunden gilt als gut.

INP — „Es reagiert“

Wie lange dauert es vom Klick bis zur sichtbaren Reaktion — Menü auf, Feld aktiv, Bild größer? Unter 200 Millisekunden fühlt sich das unmittelbar an, darüber wie eine hakende Seite.

CLS — „Es bleibt, wo es ist“

Springt der Text noch weg, während man liest, weil ein Bild oder eine Anzeige nachlädt? Der Wert soll unter 0,1 liegen. Er ist der Grund für jeden Fehlklick auf dem Handy.

Woran es fast immer liegt

Nach unserer Erfahrung stecken über achtzig Prozent der verlorenen Sekunden in fünf Ursachen. Zu große Bilder sind der Klassiker: ein 4.000 Pixel breites Foto aus der Kamera, das im Layout 600 Pixel breit angezeigt wird — die restlichen Daten überträgt der Besucher trotzdem.

Dahinter kommt zu viel JavaScript: Baukastensysteme liefern gern eine komplette Werkzeugkiste aus, obwohl die Seite ein Kontaktformular und ein Menü braucht. Der Browser muss diesen Code herunterladen, auspacken und ausführen, bevor er reagieren kann — das schlägt direkt auf den INP-Wert durch.

Dann Schriften von fremden Servern, die den Text so lange unsichtbar lassen. Dann externe Skripte — Chat, Bewertungsanzeige, Kartendienst —, jedes mit eigener Verbindung. Und Werbe- und Trackingcode, der über Umwege weitere Skripte nachlädt.

Wie sich JavaScript konkret auf die Ladezeit auswirkt, haben wir im Beitrag JavaScript und Ladezeit ausführlich aufgeschrieben.

Was wirklich hilft

Reihenfolge nach Wirkung, nicht nach Aufwand. Die ersten drei Punkte bringen bei den meisten Seiten mehr als alles andere zusammen.

  • Bilder in modernen Formaten und in der Größe ausliefern, in der sie angezeigt werden
  • Weniger Code statt mehr Zwischenspeicher — was nicht geladen wird, muss auch nicht gespeichert werden
  • Seiten statisch ausliefern, sodass der Server keine Datenbank befragen muss
  • Schriften lokal einbinden, auf wenige Schnitte begrenzen und den Text sofort anzeigen
  • Externe Einbettungen erst auf Klick laden — hilft gleichzeitig dem Datenschutz
  • Feste Größen für Bilder und Anzeigenflächen setzen, damit nichts nachträglich springt
  • Den wichtigsten Inhalt zuerst laden, alles Nachrangige verzögert
  • Optimierung auf einen möglichst hohen Punktestand im Testwerkzeug
  • Zwischenspeicher-Einstellungen, die ein grundsätzliches Problem verdecken
  • Umbauten ohne Vorher-Messung — sonst weiß niemand, ob es geholfen hat

Ein Testergebnis allein beweist nichts

Prüfwerkzeuge liefern zwei Arten von Daten. Labordaten entstehen aus einem simulierten Aufruf unter festgelegten Bedingungen — gut zum Vergleichen von Umbauten, aber sie sagen nichts über das, was Ihre Besucher erleben. Felddaten stammen von echten Aufrufen der letzten 28 Tage.

Für Google zählen die Felddaten. Deshalb bewerten wir nach ihnen — und deshalb dauert es nach einem Umbau einige Wochen, bis sich die Verbesserung im Bericht zeigt. Wer Ihnen einen Punktestand von 100 verkauft, verkauft Ihnen eine Momentaufnahme.

Wie wir vorgehen

Zuerst messen wir den Ist-Zustand aus beiden Quellen und schauen ins Netzwerkprotokoll: welche Datei, wie groß, wie lange. Oft steht ganz oben ein Skript, von dem niemand mehr weiß, wofür es da war.

Dann setzen wir Prioritäten: die zwei bis drei größten Bremsen umbauen, erneut messen, erst danach entscheiden, ob sich weitere Arbeit lohnt. Häufig ist nach diesem Durchgang das Ziel erreicht und alles Weitere wäre bezahlte Kosmetik.

Bei Seiten, die von Grund auf neu entstehen, stellt sich die Frage seltener: Eine statisch ausgelieferte Seite ist schnell, weil bei jedem Aufruf schlicht weniger passiert. Warum das so ist, steht unter Vorteile statischer Websites, und die Kennwerte selbst erklärt der Beitrag Core Web Vitals erklärt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ehrlich beantworten lässt sich das erst nach der Messung. Bei Seiten mit unbearbeiteten Bildern und mehreren externen Skripten sind Verbesserungen um die Hälfte der Ladezeit keine Seltenheit. Bei einer ordentlich gebauten Seite geht es um Zehntelsekunden — dann sagen wir das vorher, statt ein Angebot zu schreiben.

Sekunden, die Sie sofort merken

Schicken Sie uns Ihre Adresse. Sie bekommen eine Messung mit den drei größten Bremsen Ihrer Seite und einer ehrlichen Einschätzung, was sich davon lohnt.

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