Branche
Websites für Immobilienunternehmen
Eine Immobilien-Website hat ein Problem, das andere Branchen nicht kennen: Ihr wichtigster Inhalt verändert sich ständig. Objekte kommen dazu, werden reserviert, fallen zurück, sind verkauft. Wenn diese Pflege Handarbeit bleibt, veraltet die Seite schneller, als jemand sie aktualisieren kann.
Deshalb dreht sich bei uns in diesem Bereich fast alles um eine Frage: Woher kommen die Objektdaten und wie kommen sie ohne Doppelarbeit auf Ihre Seite? Für die Wohnestate GmbH haben wir diesen Weg bereits gebaut – nachzulesen im Projektbericht.
Was in dieser Branche wirklich zählt
Objektliste ohne Karteileichen
Nichts beschädigt Vertrauen so schnell wie ein Exposé für eine Wohnung, die seit vier Monaten vergeben ist. Der Status muss automatisch mitlaufen.
Suche, die zum Bestand passt
Bei 15 Objekten reicht eine Liste. Ab 150 braucht es Filter nach Ort, Zimmerzahl, Fläche und Preis – und einen Kartenmodus, der auf dem Telefon bedienbar bleibt.
Exposé mit Gegenwert
Der PDF-Download ist der Moment, in dem aus einem Besucher ein Kontakt wird. Wer dafür Daten erhebt, braucht eine saubere Einwilligung und einen ehrlichen Hinweis, was danach passiert.
Pflichtangaben in Anzeigen
Das Gebäudeenergiegesetz verlangt in Immobilienanzeigen Angaben aus dem Energieausweis – Ausweisart, Energiebedarf oder -verbrauch, Energieträger, Baujahr und Effizienzklasse. Fehlen sie, drohen Bußgelder.
Karten datensparsam
Ein eingebundener Kartendienst überträgt beim Seitenaufruf Daten. Wir laden Karten erst nach Einwilligung – oder setzen eine Lösung ein, die ohne fremde Server auskommt.
Interessenten sortieren
Zwanzig Anfragen zur selben Wohnung sind normal. Wichtig ist, dass sie strukturiert ankommen und nicht als zwanzig formlose E-Mails.
Wo Immobilien-Websites regelmäßig scheitern
Der teuerste Fehler ist die doppelte Pflege. Ein Objekt wird in der Maklersoftware angelegt, dann bei den Portalen eingestellt und anschließend noch einmal von Hand auf der eigenen Seite. Nach drei Wochen macht das niemand mehr, und die eigene Website zeigt einen Bestand von vorgestern. Die Lösung ist eine Schnittstelle – dazu gleich mehr.
Der zweite Fehler betrifft die Pflichtangaben. Wenn Ihre Website Objekte bewirbt, gelten dieselben Angabepflichten wie in jeder anderen Immobilienanzeige. Eine Seite, die Energiedaten nur „auf Anfrage“ nennt, ist angreifbar. Wir bauen die Felder deshalb fest in die Objektvorlage ein, sodass ein unvollständiges Objekt gar nicht erst veröffentlicht werden kann.
Der dritte Fehler ist die Bildgröße. Immobilienfotos kommen oft direkt aus der Kamera mit mehreren Megabyte. Zwanzig davon auf einer Objektseite, und die Seite lädt auf dem Telefon eine gefühlte Ewigkeit. Warum das auch für die Auffindbarkeit zählt, steht in unserem Beitrag zu den Core Web Vitals.
Was wir für Immobilienunternehmen mitliefern
- Objektübersicht mit Filtern, Sortierung und Statusanzeige
- Objektdetailseite mit Bildergalerie, Grundriss, Lage und Pflichtangaben
- Exposé-Download mit Einwilligung und Erfassung des Interessenten
- Kontaktformular je Objekt, mit Objektnummer im Betreff
- Karte, die erst nach Einwilligung lädt
- Seiten für Verkäufer und Eigentümer – Bewertung, Ablauf, Unterlagen
- Referenzbereich für bereits vermittelte Objekte
- Struktur, die einen Schnittstellenimport später aufnehmen kann
- Immobilienbewertung als automatischer Rechner mit Ergebnisgarantie
- Prüfung Ihrer Energieausweisdaten auf Richtigkeit – die Angaben liefern Sie
- Rechtsberatung zu Maklerrecht, Provision oder Gebäudeenergiegesetz
- Ankauf von Objektdaten oder Adresslisten
Woher die Objektdaten kommen
Drei Wege sind üblich. Welcher passt, hängt davon ab, womit Sie heute arbeiten.
- OpenImmoBranchenformat
- Der in Deutschland verbreitete Standard für den Austausch von Immobiliendaten. Praktisch jede Maklersoftware kann ihn ausgeben. Wir lesen diese Dateien regelmäßig ein und aktualisieren Objekte, Bilder und Status automatisch.
- Direkte SchnittstelleAnbindung an Ihre Software
- Manche Systeme bieten eine eigene Programmierschnittstelle (API) – eine Verbindung, über die zwei Programme direkt Daten austauschen. Das ist der sauberste Weg, weil Änderungen sofort ankommen statt beim nächsten Abgleich.
- Eigene PflegeOhne Fremdsystem
- Wenn Sie keine Maklersoftware nutzen, bekommen Sie eine Eingabemaske auf der Website selbst: Bilder hochladen, Felder ausfüllen, veröffentlichen. Für Bestände bis etwa dreißig Objekte ist das der pragmatischste Weg.
Energieausweis: nicht optional
Sobald ein Objekt auf Ihrer Website beworben wird und ein Energieausweis vorliegt, gehören die Pflichtangaben in die Anzeige – Art des Ausweises, Endenergiebedarf oder -verbrauch, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Wir bauen diese Felder als Pflichtfelder in die Objektvorlage, damit ein unvollständiger Datensatz erst gar nicht online gehen kann. Was im Einzelfall anzugeben ist, richtet sich nach dem Gebäudeenergiegesetz und ist eine rechtliche Frage – dazu beraten wir nicht, wir sorgen nur dafür, dass die Felder vorhanden und sichtbar sind.
So gehen wir vor
- 1
Bestand ansehenErstgespräch
Wie viele Objekte, welche Software, welche Portale? Daraus folgt, ob Import, Schnittstelle oder eigene Pflege der richtige Weg ist.
- 2
Objektvorlage festlegen2–3 Werktage
Welche Felder zeigt eine Objektseite, welche sind Pflicht, wie sieht die Galerie aus? Hier werden die gesetzlichen Angaben verankert.
- 3
Anbindung bauen1–2 Wochen
Import einrichten, Testlauf mit echten Daten, Abgleichrhythmus festlegen, Fehlermeldungen bei fehlenden Bildern oder Feldern.
- 4
Seite drumherum1 Woche
Startseite, Verkäuferseite, Team, Kontakt, Referenzen – alles, was neben der Objektliste Vertrauen aufbaut.
- 5
Start und Übergabe1–2 Tage
Live-Schaltung, Weiterleitungen alter Objektadressen, Einweisung ins Nachpflegen und in die Interessentenliste.
Sichtbarkeit in der Region
Gegen die großen Portale gewinnen Sie bei allgemeinen Suchen nicht – „Wohnung kaufen Bonn“ ist besetzt. Gewinnen können Sie bei den Suchen, die für Ihr Geschäft wertvoller sind: Menschen, die verkaufen oder vermieten wollen. „Immobilienmakler Bad Godesberg“, „Haus verkaufen Rhein-Sieg“, „Was ist meine Wohnung wert“ – dafür braucht es eigene Seiten mit echtem Inhalt, nicht nur ein Kontaktformular.
Der zweite Hebel sind Stadtteilseiten. Wer über Beuel, Endenich oder Königswinter etwas Substanzielles schreibt – Lage, Infrastruktur, typische Bebauung, Preisniveau in Spannen –, wird für diese Orte gefunden und zeigt gleichzeitig Ortskenntnis. Das ist Arbeit, aber es ist die Arbeit, die bei Maklerseiten am zuverlässigsten wirkt. Wer sie dauerhaft leisten will, kombiniert das mit unserem Betreuungspaket.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Sobald eine automatische Objektanbindung dazugehört, liegen Sie im Enterprise-Bereich ab 2.299 € netto mit 10 bis 30 Werktagen Laufzeit – die Schnittstelle ist der aufwendigste Teil, weil jede Maklersoftware ihre Eigenheiten hat. Wenn Sie Ihre Objekte selbst pflegen und mit einer einfachen Übersicht auskommen, geht es beim Multi Pager ab 1.299 € los. Ein reiner Auftritt ohne Objektliste – etwa für eine Hausverwaltung – ist auch als One Pager ab 699 € möglich.
In der Regel ja. Der übliche Weg führt über OpenImmo, das Austauschformat der Branche, das fast jede Software ausgeben kann. Wir richten einen regelmäßigen Abgleich ein: neue Objekte erscheinen automatisch, verkaufte verschwinden oder werden als vermittelt markiert. Wenn Ihre Software stattdessen eine eigene Programmierschnittstelle anbietet, nutzen wir die – dann sind Änderungen sofort sichtbar. Prüfen können wir das erst, wenn wir wissen, welches System Sie einsetzen.
Für die Bearbeitung einer konkreten Anfrage ja – dafür brauchen Sie keine gesonderte Einwilligung, weil die Daten zur Vertragsanbahnung erhoben werden. Etwas anderes gilt, wenn Sie dieselben Adressen später für Objektbenachrichtigungen oder einen Newsletter nutzen wollen: dann braucht es eine getrennte, ausdrückliche Einwilligung mit Bestätigungsmail. Wir bauen das technisch sauber getrennt ein. Die datenschutzrechtliche Bewertung Ihres konkreten Verfahrens gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Ja. Zwei Wege funktionieren: Die Karte lädt erst, nachdem der Besucher zugestimmt hat – vorher steht dort ein Platzhalter mit Hinweis. Oder wir setzen eine Kartenlösung ein, die auf offenem Kartenmaterial basiert und ohne Datenübertragung an große Anbieter auskommt; diese Technik nutzen wir auch auf unserer eigenen Plattform bald-in.de. Was nicht geht, ist die klassische Einbindung, die schon beim Seitenaufruf Daten überträgt.
Passend dazu
Objekte, die von selbst aktuell bleiben
Sagen Sie uns, mit welcher Software Sie Ihre Objekte verwalten. Wir sagen Ihnen, ob und wie sich der Bestand automatisch auf Ihre Website bringen lässt.
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