Leistung
IT-Beratung & Digitalstrategie
Die häufigste Frage, die uns erreicht, lautet: „Welches System sollen wir nehmen?“ Es ist fast nie die richtige erste Frage. Die richtige lautet: Welches Problem soll verschwinden — und was kostet es Sie heute, dass es noch da ist?
Wir beraten technisch und unabhängig. Manchmal endet das mit einem Projekt bei uns, manchmal mit dem Rat, ein vorhandenes Werkzeug richtig zu benutzen und nichts zu kaufen.
Beratung vor Umsetzung
Wer mit einer Systemfrage anfängt, hat die Antwort vorweggenommen. „Brauchen wir ein CRM?“ heißt übersetzt meist: „Wir verlieren Anfragen, weil niemand weiß, wer sich schon gemeldet hat.“ Das ist eine andere Aufgabe — und manchmal mit einer gemeinsamen Postfachregel gelöst statt mit einem System für 300 € im Monat.
Wir drehen die Reihenfolge deshalb um: zuerst das Problem, dann der Ablauf, dann das Werkzeug. Das verkauft schlechter, führt aber dazu, dass die Dinge, die wir gemeinsam bauen, nach zwei Jahren noch benutzt werden.
Womit Unternehmen typischerweise zu uns kommen
Wildwuchs bei Werkzeugen
Fünf Programme, die dasselbe können, weil jede Abteilung eigenständig abonniert hat. Bezahlt werden fünf, benutzt anderthalb.
Die Tabelle als Notlösung
Der zentrale Ablauf des Unternehmens läuft über eine gewachsene Tabelle, die nur eine Person versteht. Das funktioniert — bis diese Person Urlaub hat.
Abhängigkeit von einem Anbieter
Alle Daten liegen in einem geschlossenen System ohne brauchbaren Export. Der Preis steigt jedes Jahr, und Wechseln ist keine echte Option mehr.
Systeme, die nicht miteinander reden
Dieselben Daten werden dreimal von Hand eingetippt: im Shop, in der Buchhaltung, in der Kundenliste. Jede Abschrift ist eine Fehlerquelle.
Zeitfresser ohne Namen
Tätigkeiten, die jede Woche Stunden kosten, aber auf keiner Rechnung auftauchen — Angebote abtippen, Termine schieben, Belege sortieren.
Eine Idee ohne Rahmen
Es gibt eine gute Idee für ein digitales Angebot, aber keine Vorstellung von Aufwand, Reihenfolge und den Fragen, die vorher zu klären sind.
So läuft eine Beratung ab
Kein Wochenendworkshop mit Klebezetteln. Wir arbeiten in überschaubaren Schritten, und nach jedem können Sie aufhören.
- 1
Erstgesprächkostenlos
45 bis 60 Minuten, telefonisch oder bei Ihnen in Bonn und Umgebung. Sie schildern die Lage, wir fragen nach und sagen offen, ob wir die Richtigen sind.
- 2
Bestandsaufnahme0,5–1 Tag
Was tatsächlich im Einsatz ist: Programme, Verträge, Kosten, Zugänge, Datenwege. Diese Liste überrascht fast jeden Geschäftsführer — meist bei den Kosten.
- 3
Abläufe aufzeichnen0,5–1 Tag
Ein oder zwei zentrale Vorgänge Schritt für Schritt notieren, von der Anfrage bis zur Rechnung. Erst dabei zeigt sich, wo wirklich Zeit verloren geht.
- 4
Aufwand und Nutzen gegenüberstellen0,5 Tage
Jede Maßnahme bekommt eine grobe Kostenschätzung und eine ehrliche Nutzenschätzung. Was sich nicht innerhalb von zwei Jahren rechnet, empfehlen wir nicht.
- 5
Empfehlung mit Reihenfolge0,5 Tage
Ein kurzes Papier: was zuerst, was später, was gar nicht — und wo Sie ohne uns weiterkommen. Es gehört Ihnen, auch wenn Sie damit zu einem anderen Anbieter gehen.
Abhängigkeit vermeiden
Ein Punkt, den wir in jeder Empfehlung prüfen: Wie kommen Sie wieder heraus? Jedes System bindet Sie für Jahre. Die Fragen sind deshalb immer dieselben — Bekomme ich meine Daten in lesbarem Format zurück? Läuft der Vertrag jährlich oder monatlich? Gibt es mehr als einen Dienstleister, der das System betreuen kann?
Das gilt ausdrücklich auch für uns. Deshalb steht die Domain auf Ihrem Namen, deshalb bekommen Sie alle Zugangsdaten, deshalb setzen wir auf verbreitete Technik statt auf Eigenbauten, die nur wir verstehen. Wie das konkret aussieht, zeigt unsere Seite zur Individualsoftware — und die eigene Plattform bald-in.de, an der wir dieselben Maßstäbe anlegen.
Womit wir Ihnen helfen können
Beratung ist bei uns kein Geschäftsfeld mit Foliensätzen, sondern die Vorstufe zu Entscheidungen.
- Bestandsaufnahme aller eingesetzten Programme mit Kosten und Nutzung
- Vergleich von zwei bis drei konkreten Systemen anhand Ihrer echten Anforderungen
- Zweitmeinung zu einem vorliegenden Angebot eines anderen Dienstleisters
- Machbarkeitsabschätzung für eine eigene Anwendung, bevor Geld fließt
- Reihenfolge und grobe Budgetverteilung für die nächsten zwölf Monate
- Begleitung bei Ausschreibung und Auswahl, ohne dass wir selbst mitbieten müssen
- Zusicherungen zu Förderprogrammen — dazu unten mehr
- Empfehlungen für Anbieter, von denen wir Provision bekämen
- Strategiepapiere, aus denen sich keine nächste Handlung ableiten lässt
Zum Thema Digitalisierungsförderung
Für Digitalisierungsvorhaben gibt es Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Wir weisen darauf hin, weil es sich lohnen kann, vor dem Projektstart zu prüfen — Anträge müssen fast immer vor Auftragsvergabe gestellt werden.
Wir nennen aber bewusst keine konkreten Programme, Sätze oder Höchstbeträge: Die Förderlage ändert sich laufend, Töpfe laufen aus und Bedingungen werden angepasst. Die verbindliche Auskunft geben Ihre Kammer, die Förderbank Ihres Landes oder eine Förderberatung — im Einzelfall, mit Blick auf Ihr Vorhaben.
Was Beratung kostet
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich — auch dann, wenn daraus nichts wird. Wir halten das für selbstverständlich: Eine Stunde Zuhören ist kein Produkt.
Alles danach rechnen wir nach Aufwand ab, zum Stundensatz von 85 € netto. Eine übliche Bestandsaufnahme mit Empfehlungspapier liegt damit bei zwei bis drei Tagen. Vor dem Start bekommen Sie eine Obergrenze genannt, die wir nicht ohne Rücksprache überschreiten.
Führt die Beratung zu einem Projekt bei uns, rechnen wir den Beratungsaufwand auf das Projekt an. Alle Preise für Websites und Betreuung stehen offen in der Preisübersicht.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ein berechtigter Einwand. Unsere Antwort ist praktisch: Das Empfehlungspapier gehört Ihnen und ist so geschrieben, dass auch ein anderer Dienstleister damit arbeiten kann. Wir bekommen von keinem Software-Anbieter Provision. Und wir sagen, wo Sie eine Sache besser nicht bei uns machen — etwa bei Warenwirtschaft oder Buchhaltung.
Im Gegenteil. Bei acht Personen wirkt jede eingesparte Wochenstunde sofort, und Entscheidungen brauchen keine Gremien. Der Großteil unserer Beratungen findet in Betrieben mit drei bis dreißig Mitarbeitenden statt — meist zwei bis drei Tage, kein Monatsprojekt.
Dann sagen wir das. Es kommt regelmäßig vor, dass ein vorhandenes System ausreicht und nur falsch eingerichtet ist — zwei Stunden Konfiguration statt Neuanschaffung. Das ist kein verlorener Auftrag, sondern der Grund, warum diese Kunden ein Jahr später wiederkommen.
Ja, im Rahmen unserer Kompetenz: Datenhaltung, Schnittstellen zwischen Systemen, Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, Zusammenarbeit im Team. Wo es um Netzwerke vor Ort, Telefonanlagen oder branchenspezifische Fachsoftware geht, vermitteln wir weiter. Was wir selbst bauen, sehen Sie unter Individualsoftware und Schnittstellen.
Passt dazu
Eine Stunde, die nichts kostet
Erzählen Sie uns, was gerade hakt. Wir sagen Ihnen, ob es ein technisches Problem ist, ein Ablaufproblem oder eines, für das es keine Software braucht.
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