Technik
Git & Versionsverwaltung
Ein Werkzeug, das jede Änderung am Quelltext mit Datum, Urheber und Begründung festhält und jeden früheren Stand wiederherstellbar macht.
Wer schon einmal mit drei Leuten an einem Vertrag gearbeitet hat, kennt das Ergebnis: „Vertrag_final_v2_KORREKTUR_neu.docx“. Niemand weiß mehr, welche Fassung gilt und wer welchen Satz geändert hat. Für Programmcode wäre dieses Durcheinander untragbar — und deshalb gibt es dafür seit Jahrzehnten ein eigenes Werkzeug.
Git führt ein lückenloses Fahrtenbuch des Projekts. Jede abgeschlossene Änderung wird als Commit festgehalten — mit Zeitpunkt, Urheber und einem Satz, warum sie nötig war. Neue Funktionen entstehen in einem abgetrennten Zweig, der die laufende Website nicht berührt, und werden erst nach der Abnahme zusammengeführt. Geht dabei etwas schief, ist der vorherige Stand einen Befehl weit entfernt.
Zwei Verwechslungen sind üblich. Erstens: Git und GitHub sind nicht dasselbe. Git ist das Werkzeug, GitHub nur einer von mehreren Orten, an dem die Ablage liegen kann. Zweitens — und wichtiger: Eine Versionsverwaltung ist kein Ersatz für eine Datensicherung. Sie kennt den Quelltext, aber nicht die Bestellungen, Blogtexte oder hochgeladenen Bilder aus dem Redaktionssystem.
Nebenbei entsteht dadurch etwas, das im Streitfall Gold wert ist: eine belegbare Historie. Wann wurde welche Änderung eingespielt, auf wessen Wunsch, und wann ging die Seite live? Das steht dort schwarz auf weiß und lässt sich nicht nachträglich glattziehen.
Warum das für Sie zählt
Sie merken davon im Alltag nichts — außer in dem einen Moment, in dem etwas kaputtgeht. Dann entscheidet die Versionsverwaltung darüber, ob die Seite in zwei Minuten wieder läuft oder ob jemand stundenlang sucht, was zuletzt anders war.
Der zweite Nutzen ist Ihre Unabhängigkeit: Weil der komplette Quelltext samt Geschichte in einer Ablage liegt, die auf Ihren Namen laufen kann, ist ein Wechsel der Agentur eine Übergabe und kein Neuanfang. Wie wir damit arbeiten, beschreibt unsere Arbeitsweise.
