Technik
Framework
Ein fertiger Grundbau aus erprobten Bauteilen und festen Regeln, auf dem Entwickler eine Anwendung aufsetzen, statt bei null anzufangen.
Niemand baut heute ein Haus, indem er zuerst Ziegel brennt. Es gibt Normmaße, fertige Fenster, geprüfte Träger — und trotzdem sieht am Ende jedes Haus anders aus. Der Vorteil liegt nicht im Aussehen, sondern darin, dass die tragenden Teile schon millionenfach gehalten haben.
Ein Framework ist dieser Grundbau für Software. Es beantwortet die Fragen, die sich bei jeder Website neu stellen: Welche Adresse zeigt welche Seite? Wie kommen Daten aus einer Datenbank auf den Bildschirm? Wie werden Bilder verkleinert und Dateien gebündelt? Für Websites ist Next.js das im deutschen Mittelstand meistverbreitete Beispiel; es setzt auf React auf.
Ein verbreitetes Missverständnis: Ein Framework sei ein Baukasten, mit dem auch Laien Seiten zusammenklicken. Das ist es nicht — es ist Werkzeug für Entwickler und ohne Programmierkenntnisse nicht bedienbar. Der Baukasten für die Redaktion ist eine ganz andere Ebene, nämlich das Redaktionssystem.
Die ehrliche Kehrseite ist die Bindung. Ein Framework wird weiterentwickelt, und wer über Jahre kein Update einspielt, sitzt irgendwann auf einem Stand, den niemand mehr pflegt. Deshalb gehören ein bis zwei Aktualisierungen pro Jahr in die Betreuung — planbar, mit Test, nicht als Notfall.
Warum das für Sie zählt
Für Sie zählt vor allem die Nachfolgefähigkeit. Eine Website auf einem verbreiteten Grundbau kann jeder qualifizierte Entwickler übernehmen, weil er die Struktur kennt, bevor er die erste Datei öffnet. Eine handgeschriebene Eigenkonstruktion bindet Sie dagegen an genau die Person, die sie geschrieben hat.
Zweiter Punkt: Tempo bei Erweiterungen. Wenn im zweiten Jahr eine Stellenbörse, ein Kundenbereich oder eine zweite Sprache dazukommen soll, existieren dafür erprobte Wege. Wie wir diese Wahl in Projekten begründen, steht im Beitrag Next.js für Unternehmen.
