Headless CMS erklärt: Wann sich der Aufwand wirklich lohnt
Inhalte einmal pflegen und überall verwenden — das ist das Versprechen. Wann es hält und wann es teurer Überbau ist.
Weiter lesenZwischen dem Klick und der sichtbaren Seite liegen Sekunden, die über Ihre Anfragen entscheiden — und über die Technik lässt sich daran mehr ändern, als die meisten vermuten.
Jemand sucht bei Google nach Ihrer Leistung, findet Ihr Ergebnis, klickt — und wartet. Erst bleibt der Bildschirm weiß, dann erscheint ein Logo. Und kurz bevor der Text lesbar wird, springt das Layout noch einmal, weil ein Bild nachgeladen wird. In diesen wenigen Sekunden entscheidet sich, ob aus dem Klick eine Anfrage wird oder ein Druck auf den Zurück-Button.
Next.js für Unternehmen ist keine Modeerscheinung aus der Entwicklerwelt, sondern eine Antwort auf genau dieses Problem. Next.js ist ein sogenanntes Framework — ein festes Gerüst für den Bau von Websites, das unter anderem regelt, an welcher Stelle eine Seite fertig zusammengesetzt wird: auf dem Server, bevor sie losgeschickt wird, oder erst im Browser des Besuchers.
Dieser Beitrag erklärt ohne Fachchinesisch, was zwischen Klick und sichtbarer Seite tatsächlich passiert, welche Werte Google dabei misst und in welchen Fällen sich der Aufwand für Ihr Unternehmen rechnet. Und in welchen nicht — denn das ist häufiger der Fall, als Agenturen zugeben.
Ein Klick auf ein Suchergebnis löst eine Kette von Schritten aus. Der Browser fragt bei dem Rechner nach, auf dem Ihre Website liegt — dem Server —, und der schickt eine Antwort zurück. Der Browser liest diese Antwort, lädt nach, was darin verlinkt ist: Schriften, Bilder, Programmcode — und baut daraus das Bild auf dem Schirm. Was dieser Server dabei genau tut, erklären wir in Node.js einfach erklärt.
Der entscheidende Unterschied zwischen einer schnellen und einer langsamen Website liegt darin, wie viel Arbeit in dieser Kette noch offen ist, wenn die erste Antwort beim Besucher ankommt. Kommt bereits eine fertige Seite an, sieht der Besucher sofort Text und Bild. Kommt nur ein leeres Gerüst plus die Anweisung, den Rest selbst zusammenzusetzen, schaut er auf eine weiße Fläche, bis sein Gerät damit fertig ist.
Und genau hier gehen die Erfahrungen weit auseinander. Ihr Bürorechner mit schnellem Anschluss baut so eine Seite in Sekundenbruchteilen auf. Ein vier Jahre altes Mobiltelefon im Mobilfunknetz braucht dafür ein Vielfaches. Ihre Kundschaft sitzt überwiegend in der zweiten Gruppe.
Viele moderne Websites wurden in den letzten Jahren nach einem Prinzip gebaut, das man sich wie einen Bausatz vorstellen kann: Der Server schickt die Einzelteile und eine Bauanleitung, das Gerät des Besuchers setzt daraus die Seite zusammen. Das ist technisch elegant und für Anwendungen mit viel Interaktion sinnvoll — für eine Unternehmens-Website, die vor allem gelesen werden soll, ist es Ballast.
Next.js dreht das um. Die Seite wird auf dem Server fertig gebaut und als vollständige Seite ausgeliefert. Der Besucher sieht Inhalt, bevor sein Gerät auch nur angefangen hat zu rechnen. Interaktive Teile — ein Menü, ein Kalender, eine Suche — werden erst danach nachgereicht, und nur dort, wo sie gebraucht werden.
Der zweite Hebel ist noch simpler: Seiten, die sich selten ändern, kann Next.js einmal fertig bauen und dann einfach nur noch herausgeben. Für Ihre Leistungsseiten, Ihre Referenzen, Ihr Impressum muss dann bei keinem einzigen Aufruf mehr etwas berechnet werden. Warum das so viel ausmacht, steht ausführlicher in unserem Beitrag über die Vorteile statischer Websites.
Google bewertet Websites nicht nur nach Inhalt, sondern auch danach, wie angenehm sie sich für den Besucher anfühlen. Dafür gibt es drei veröffentlichte Messwerte, die sogenannten Core Web Vitals. Google nennt die Schwellen selbst, an ihnen können Sie sich also ohne Rätselraten orientieren.
Diese Werte sind Teil der Bewertung, nicht die ganze Bewertung. Eine schnelle Seite ohne passenden Inhalt rankt nicht. Aber zwischen zwei Anbietern mit vergleichbar gutem Inhalt kann die Ladezeit den Ausschlag geben — und sie ist der Faktor, den Sie technisch am direktesten in der Hand haben. Was hinter den drei Buchstabenkürzeln steckt, erklären wir in den drei Werten, die Google an Ihrer Seite misst.
Wichtiger als das Ranking ist ohnehin das, was danach passiert. Wer wartet, liest nicht. Wer nicht liest, fragt nicht an. Die Ladezeit wirkt an beiden Stellen: bei der Sichtbarkeit in der Suche und bei der Entscheidung des Menschen, der schon auf Ihrer Seite ist.
Ein Wechsel der technischen Grundlage ist kein Anstrich, sondern ein Neubau. Er lohnt sich, wenn mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen.
Ehrlich gesagt: In vielen Fällen ist ein Wechsel Geldverschwendung. Wenn Ihre bestehende Seite schnell genug ist, gepflegt wird und Anfragen bringt, gibt es keinen Grund, sie anzufassen. Technik ist kein Selbstzweck.
Auch wenn Ihr Problem woanders liegt, hilft neue Technik nicht. Eine Seite, die niemand findet, weil es sie bei Google praktisch nicht gibt, wird durch schnelleres Ausliefern nicht sichtbarer. Und eine Seite, die zwar Besucher hat, aber nicht klar sagt, was Sie anbieten und was der nächste Schritt ist, verliert die Leute unabhängig von der Ladezeit.
Der dritte Fall betrifft die Redaktion. Wenn in Ihrem Haus mehrere Personen täglich Beiträge schreiben, redigieren und freigeben, ist ein klassisches Redaktionssystem oft die bessere Wahl. Wir haben das in WordPress oder Next.js gegenübergestellt, inklusive der Fälle, in denen WordPress schlicht gewinnt.
Für Sie als Auftraggeber ändert sich weniger, als Sie vielleicht befürchten. Ihre Adresse im Netz bleibt dieselbe. Ihre Inhalte werden übernommen. Was sich ändert, ist der Unterbau — und die Art, wie Sie Inhalte pflegen: Statt in der Verwaltung Ihrer Website sitzt die Pflege in einem separaten System, das nur für Inhalte da ist.
Wichtig ist die Umleitung der alten Adressen. Jede Unterseite, die Google kennt, muss auf ihre neue Entsprechung zeigen, sonst verlieren Sie mühsam aufgebaute Sichtbarkeit. Das ist Handwerk, kein Hexenwerk — aber es muss gemacht werden, und es ist der Punkt, an dem Umzüge am häufigsten schiefgehen.
Zum Betrieb gehört auch, dass eine solche Seite laufend aktuell gehalten wird. Das ist keine Besonderheit von Next.js, sondern gilt für jede Website: Ohne Pflege veraltet sie. Bei uns läuft das über das WebCare-Paket für 49,- € im Monat.
Ja. Der verbreitete Irrtum, eine moderne Website ließe sich nur noch vom Programmierer ändern, stammt aus der Zeit reiner Handarbeit. Heute hängt an solchen Seiten in der Regel ein Redaktionssystem, in dem Sie Texte, Bilder und Beiträge selbst bearbeiten — nur eben getrennt von der Website selbst.
Der Unterschied zur gewohnten Bearbeitung: Sie sehen die Änderung nicht in derselben Sekunde live, sondern nach einem kurzen Moment, in dem die betroffene Seite neu gebaut wird. In der Praxis sind das Sekunden bis wenige Minuten.
Es ist weniger angreifbar, was nicht dasselbe ist. Ein großer Teil der Angriffe im Netz zielt automatisiert auf bekannte Lücken in weit verbreiteten Erweiterungen. Wo weniger Erweiterungen laufen und wo Seiten fertig ausgeliefert werden, statt bei jedem Aufruf aus einer Datenbank erzeugt zu werden, gibt es schlicht weniger Angriffsfläche.
Sicherheit bleibt trotzdem eine Aufgabe und kein Zustand. Zugänge, Aktualisierungen und Sicherungskopien müssen bei jedem System betreut werden.
Nein, automatisch passiert gar nichts. Eine schnellere Seite räumt ein Hindernis aus dem Weg, sie schafft aber keinen Inhalt, der zu den Suchanfragen Ihrer Kundschaft passt. Sichtbarkeit entsteht aus beidem: aus Inhalten, die eine Frage beantworten, und aus einer Seite, die sie ohne Wartezeit ausliefert.
Ja. Die Seite, die Sie gerade lesen, läuft auf Next.js. Wir nennen dazu bewusst keine Vergleichszahlen, weil solche Werte von Gerät, Verbindung und Messzeitpunkt abhängen — was Sie selbst messen, ist aussagekräftiger als jede Zahl in einem Werbetext.
Fangen Sie mit einer Messung an, nicht mit einer Entscheidung. Öffnen Sie Ihre eigene Website auf Ihrem Mobiltelefon, außerhalb Ihres Büro-WLANs, und zählen Sie mit, bis Sie den ersten Satz lesen können. Wenn Sie dabei aus dem Zählen kommen, haben Sie Ihr Ergebnis.
Prüfen Sie dann, ob das Problem wirklich technisch ist. Ist es die Ladezeit, hilft ein anderer Unterbau. Liegt es an fehlenden oder unklaren Inhalten, wäre ein technischer Umzug der teuerste Weg, das Problem nicht zu lösen.
Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass ein Neubau ansteht: Auf der Übersicht Website erstellen lassen sehen Sie, welche Umfänge wir anbieten und was sie kosten — vom One Pager für 699,- € bis zur Enterprise-Website für 2299,- €. Und wenn Sie unsicher sind, ob sich der Wechsel bei Ihnen überhaupt lohnt, sagen wir Ihnen das lieber vorher als hinterher.
Inhalte einmal pflegen und überall verwenden — das ist das Versprechen. Wann es hält und wann es teurer Überbau ist.
Weiter lesenWo Ihre Website liegt, entscheidet mit darüber, wie schnell sie lädt und wie sauber Ihr Datenschutz ist — beides sieht man ihr nicht an.
Weiter lesenDann entdecken Sie jetzt unsere Website-Angebote – vom Onepager bis zur individuellen Enterprise-Lösung.
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