Portfolio Website für Kreative: Wenn die Arbeit wirken soll
Ein Portfolio hat eine einzige Aufgabe: die Arbeit so zu zeigen, dass jemand sie beauftragen will. Alles andere ist Beiwerk.
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Die meisten Handwerker-Websites verlieren den Kunden nicht bei der Leistung, sondern kurz vor der Anfrage.
Die Auftragslage im Handwerk ist selten das Problem. Das Problem ist die Auswahl: Wer viel zu tun hat, will nicht jede Anfrage, sondern die passenden. Und wer gerade eine Lücke im Kalender hat, will sie schnell füllen. Eine Website für Handwerksbetriebe ist genau dafür das Werkzeug — vorausgesetzt, sie beantwortet die Fragen, die ein Kunde vor dem Anruf hat.
Der Ablauf ist bei fast jedem gleich. Der Heizungskessel gibt auf, jemand sucht bei Google nach einem Betrieb in der Nähe, öffnet zwei oder drei Seiten und ruft bei einem an. Zwischen dem Öffnen und dem Anruf liegen keine Minuten, sondern Sekunden — und in diesen Sekunden fallen die meisten Websites durch.
Nicht, weil sie hässlich wären. Sondern weil dort nicht steht, ob der Betrieb diese Arbeit überhaupt macht, ob er in diesen Ort fährt und wie man ihn jetzt gerade erreicht. Dieser Beitrag geht durch, was auf so eine Seite gehört und woran es in der Praxis meistens hakt.
Ein privater Auftraggeber hat vor dem ersten Kontakt drei Fragen, und alle drei sind sachlich. Er will nicht über Ihre Firmengeschichte lesen, er will einen Termin. Wenn Ihre Startseite diese drei Fragen im sichtbaren Bereich beantwortet, haben Sie den größten Teil der Arbeit erledigt.
Alles Weitere — Team, Geschichte, Zertifikate — darf danach kommen. Es ist nicht unwichtig, aber es entscheidet nicht über den Anruf. Eine gute Seite ordnet den Inhalt nach der Reihenfolge, in der der Kunde denkt, nicht nach der Reihenfolge, in der der Betrieb sich selbst beschreibt.
Die häufigsten Verluste passieren nicht am Anfang, sondern kurz vor dem Ziel. Der Besucher ist überzeugt, will anfragen — und stolpert über eine Kleinigkeit. Diese Kleinigkeiten sind erstaunlich immer dieselben.
Ein großer Teil Ihrer Besucher kommt mit dem Handy — bei einer dringenden Reparatur praktisch jeder. Wenn die Telefonnummer dort nur als Text oder, noch schlimmer, als Teil eines Bildes steht, muss der Kunde sie abschreiben. Eine anklickbare Nummer, die den Anruf direkt startet, ist technisch ein winziger Aufwand und praktisch der wichtigste Knopf Ihrer Seite.
Genauso wichtig: Die Nummer gehört in den oberen Bereich jeder Seite, nicht nur ins Impressum. Wer auf einer Unterseite über Bad-Sanierung landet, soll von dort aus anrufen können, ohne zurück zur Startseite zu müssen.
„Rufen Sie uns an“ ist keine Auskunft, wenn niemand rangeht. Handwerksbetriebe sind tagsüber auf der Baustelle — das versteht jeder Kunde, solange er es weiß. Schreiben Sie, wann telefonisch jemand erreichbar ist und wie Sie sonst antworten, etwa per E-Mail oder Nachricht, und in welchem Zeitraum.
Ein Betrieb, der offen schreibt, dass er Anfragen abends beantwortet, wirkt zuverlässiger als einer, der Erreichbarkeit suggeriert und dann nicht abnimmt. Warum Besucher trotz Interesse abspringen, haben wir ausführlicher in unserem Beitrag darüber beschrieben, warum Besucher nicht anfragen.
Wenn Sie einen Notdienst anbieten, ist das für viele der eigentliche Grund des Besuchs — nachts, am Wochenende, unter Druck. Dann darf diese Information nicht in einem Fließtext auf der Leistungsseite stehen. Sie gehört an eine Stelle, die man sofort sieht, mit klarer Angabe, für welches Gebiet und zu welchen Zeiten sie gilt.
Das ist der am meisten unterschätzte Punkt. Ein Betrieb aus Dortmund-Hörde fährt vielleicht selbstverständlich nach Witten und Schwerte, aber der Kunde in Schwerte weiß das nicht. Er sieht eine Dortmunder Adresse und sucht weiter. Eine einzige Zeile hätte den Auftrag gehalten.
Nennen Sie die Orte, in die Sie regelmäßig fahren, mit Namen. Das hilft dem Kunden und gleichzeitig der Suchmaschine, weil diese Ortsnamen die Wörter sind, nach denen tatsächlich gesucht wird. Wichtig ist nur: Schreiben Sie keine Ortsliste hin, in die Sie gar nicht fahren. Eine Anfrage, die Sie ablehnen müssen, kostet beide Seiten Zeit.
Wenn Ihr Radius vom Auftrag abhängt — Wartung nur im Umkreis, große Sanierungen auch weiter weg —, dann schreiben Sie genau das. Diese Ehrlichkeit filtert Anfragen sinnvoll vor, und Sie bekommen mehr von der Sorte, die Sie annehmen wollen.
Auf vielen Handwerker-Seiten steht ein gekauftes Foto: ein lächelnder Mann mit Helm, der nirgendwo zu diesem Betrieb gehört. Solche Bilder erkennt inzwischen fast jeder, und sie erzeugen genau das Gegenteil von Vertrauen. Ihre eigenen Arbeiten sind besser, selbst wenn sie mit dem Handy fotografiert sind.
Am stärksten wirkt die Kombination aus Vorher und Nachher, dazu zwei bis drei Sätze: Was war die Ausgangslage, was wurde gemacht, wie lange hat es gedauert? Der Kunde erkennt daran nicht nur Ihre Qualität, sondern auch, ob seine eigene Aufgabe zu Ihrem Betrieb passt.
Ein praktischer Hinweis dazu: Fragen Sie den Auftraggeber vorher, ob Sie die Bilder zeigen dürfen — bei privaten Wohnräumen ist das nicht selbstverständlich. Und lassen Sie Personen, Hausnummern und Kennzeichen aus dem Bild. Vier oder fünf gut dokumentierte Arbeiten reichen; eine Galerie mit siebzig Bildern ohne Erklärung liest niemand.
Wer einen Handwerker sucht, sucht fast immer örtlich. Google zeigt bei solchen Suchen zuerst eine Kartenansicht mit Betrieben aus der Umgebung — und diese Einträge stammen nicht aus Ihrer Website, sondern aus dem Google Business Profil, dem kostenlosen Firmeneintrag. Ohne einen gepflegten Eintrag fehlen Sie an der Stelle, die am meisten gesehen wird.
Website und Eintrag arbeiten zusammen. Der Eintrag bringt Sie in die Karte, die Website liefert den Beleg dafür, dass es den Betrieb wirklich gibt und was er macht. Damit das funktioniert, müssen Name, Anschrift und Telefonnummer an beiden Stellen wortgleich stehen — auch in Details wie der Schreibweise der Straße.
Wie Sie den Eintrag anlegen, welche Angaben wirklich zählen und wie Sie mit Bewertungen umgehen, steht im Beitrag zu Local SEO und dem Google Business Profil. Der Aufwand dafür ist überschaubar und wirkt schneller als fast alles andere.
Kleiner, als viele denken. Ein Betrieb mit einem klaren Leistungsspektrum kommt oft mit einer einzigen, gut gebauten Seite aus: Leistungen, Einzugsgebiet, Referenzen, Kontakt, dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Entscheidend ist nicht die Zahl der Unterseiten, sondern dass jede Frage eine klare Antwort hat.
Mehrere Unterseiten lohnen sich, sobald Sie deutlich verschiedene Leistungen anbieten, nach denen getrennt gesucht wird — etwa Heizung, Bad und Wartung. Dann kann jede Seite auf ihre eigene Suchanfrage antworten, was bei Google spürbar hilft. Welche Umfänge es gibt und was sie kosten, sehen Sie in der Übersicht Website erstellen lassen.
Was Sie in jedem Fall brauchen: eine Seite, die auf dem Handy ohne Zoomen lesbar ist, die schnell lädt und deren Rechtstexte vollständig sind. Alles andere ist Ausbaustufe.
Das Ruhrgebiet ist mittelständisch geprägt, und die Orte liegen dicht beieinander. Für einen Betrieb aus Dortmund heißt das: Ihr realistischer Markt reicht weit über die Stadtgrenze hinaus, oft bis Bochum, Lünen, Kamen oder Unna. Gleichzeitig sitzt in jedem dieser Orte ein Wettbewerber, der dasselbe denkt.
Der Vorteil liegt deshalb nicht in der Größe des Gebiets, sondern in der Genauigkeit. Wer klar sagt, welche Arbeiten er in welchen Orten übernimmt, wird von genau den Kunden gefunden, die er bedienen kann. Viele Betriebe im Ruhrgebiet leben seit Jahrzehnten von Empfehlungen — die Website ist heute die Stelle, an der eine Empfehlung überprüft wird, bevor jemand zum Hörer greift.
Für den ersten Kontakt kann das genügen, für die Entscheidung meist nicht. Im Firmeneintrag steht, dass es Sie gibt; auf der Website steht, was Sie können, wohin Sie fahren und wie Sie arbeiten. Außerdem gehört Ihnen der Eintrag nicht — die Darstellung kann sich ändern, ohne dass Sie gefragt werden. Beides zusammen ist die stabile Lösung.
Nein. Im Handwerk wird ohnehin überwiegend angerufen. Eine gut sichtbare Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse reichen und ersparen Ihnen die zusätzliche Datenverarbeitung, die ein Formular mit sich bringt. Wichtiger als das Formular ist, dass die Antwort verlässlich kommt.
Feste Preise selten, Größenordnungen gern. Ein Stundensatz, eine Anfahrtspauschale oder eine Spanne für eine typische Wartung nehmen dem Kunden die Unsicherheit und Ihnen die Anfragen, die preislich nie gepasst hätten. Machen Sie deutlich, dass es sich um eine Orientierung handelt und der genaue Preis vom Objekt abhängt.
Bei einem zulassungspflichtigen Handwerk gehören die Berufsbezeichnung, die zuständige Handwerkskammer und die Kammer, bei der Sie eingetragen sind, zu den Pflichtangaben. Dazu kommen Anschrift, Vertretungsberechtigter und eine Kontaktmöglichkeit. Prüfen Sie Ihren Fall im Zweifel mit Ihrer Kammer — die Angaben unterscheiden sich je nach Gewerk und Rechtsform.
Nehmen Sie Ihr eigenes Handy und öffnen Sie Ihre Website, als wären Sie ein Kunde mit einem tropfenden Rohr. Können Sie die Telefonnummer antippen, ohne zu scrollen? Steht dort, in welche Orte Sie fahren?
Sehen Sie mindestens eine Arbeit, die Sie selbst gemacht haben? Erfahren Sie, wann jemand rangeht? Jedes Nein an dieser Stelle ist ein Auftrag, den ein anderer Betrieb bekommt.
Für die meisten Betriebe reicht ein überschaubarer Umfang, um diese Punkte zu erfüllen — bei uns beginnt eine fertige, gepflegte Seite als One Pager bei 699,- €, für mehrere Leistungsbereiche gibt es den Multi Pager. Wir sitzen in Bonn, arbeiten aber im ganzen Bundesgebiet und brauchen für eine erste Einschätzung nur die Adresse Ihrer bestehenden Seite.
Ein Portfolio hat eine einzige Aufgabe: die Arbeit so zu zeigen, dass jemand sie beauftragen will. Alles andere ist Beiwerk.
Weiter lesenBei beratungsintensiven Diensten prüft der Interessent Ihre Seriosität, lange bevor er anruft — und Ihre Website ist die erste Prüfung, die Sie bestehen müssen.
Weiter lesenDann entdecken Sie jetzt unsere Website-Angebote – vom Onepager bis zur individuellen Enterprise-Lösung.
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