Web-Aufbereitung
  • Deniz Akat

Was kostet eine Website? Preise und Posten im Überblick

Der Preis einer Website ist keine Zahl, sondern eine Rechnung mit fünf Posten — hier stehen sie offen auf dem Tisch.

Was kostet eine Website? Das ist die häufigste erste Frage — und die einzige, die sich seriös nicht sofort beantworten lässt. Wer darauf ohne Rückfrage eine Zahl nennt, rät entweder oder verkauft Ihnen etwas, das noch niemand angesehen hat.

Das ist keine Ausflucht. Die Frage ist ungefähr so gestellt wie „Was kostet ein Auto?“. Zwischen Kleinwagen und Transporter liegt eine Größenordnung, und beide sind für ihren Zweck richtig. Bei Websites ist es genauso: Eine Seite für einen Malerbetrieb mit fünf Abschnitten und eine Buchungsplattform mit Kundenkonten sind zwei völlig verschiedene Projekte.

Was sich sehr wohl offenlegen lässt, ist die Rechnung dahinter: aus welchen Posten sich ein Preis bildet, welche Kosten nach dem Start weiterlaufen und an welcher Stelle Sie selbst wirksam sparen können. Am Ende stehen unsere eigenen Preise — als Beispiel für eine offene Kalkulation, nicht als Maßstab für den Markt.

Warum die Frage ohne Rückfragen nicht zu beantworten ist

Wer eine Website baut, verkauft keine Ware aus dem Regal, sondern Arbeitszeit an einem individuellen Ergebnis. Und wie viel Zeit nötig ist, entscheidet sich an Details, die im ersten Telefonat oft noch gar nicht bekannt sind.

Deshalb sind Rückfragen ein gutes Zeichen. Wie viele Seiten sollen es werden? Gibt es Texte und Bilder schon oder müssen sie entstehen?

Soll man Termine buchen, Produkte kaufen, Dateien herunterladen können? Gibt es eine bestehende Seite, deren Adressen erhalten bleiben müssen? Wer soll die Inhalte später selbst pflegen?

Ein Angebot, das vor diesen Fragen kommt, ist entweder eine Schätzung ins Blaue — oder es enthält einen stillen Puffer, den Sie mitbezahlen. Beides ist teurer als zwanzig Minuten Gespräch.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Praktisch jedes Angebot lässt sich auf fünf Posten herunterbrechen. Wenn Sie diese fünf kennen, können Sie zwei Angebote überhaupt erst vergleichen:

  • Umfang. Die Zahl der Seiten und Funktionen. Eine einzelne, gut gebaute Seite ist ein anderes Projekt als zwölf Unterseiten mit Blog, Stellenanzeigen und Filterfunktion.
  • Inhalte. Wer schreibt die Texte, wer besorgt die Bilder? Das ist der Posten, der Angebote am stärksten auseinandertreibt — und der am häufigsten übersehen wird.
  • Technik. Wie die Seite gebaut ist, ob Inhalte selbst pflegbar sein sollen, ob Buchung, Bezahlung oder Anbindung an vorhandene Systeme dazukommen.
  • Gestaltung. Eine ordentliche Umsetzung im vorhandenen Erscheinungsbild ist etwas anderes als ein eigens entwickeltes Gestaltungskonzept mit mehreren Entwurfsrunden.
  • Korrekturschleifen. Wie oft darf geändert werden? Zwei vereinbarte Runden sind kalkulierbar. „So lange, bis es gefällt“ ist es nicht — und wird deshalb entweder teuer eingepreist oder später nachberechnet.

Fragen Sie bei jedem Angebot nach genau diesen fünf Punkten. Wenn ein Anbieter dazu keine klare Auskunft gibt, wissen Sie schon vor dem Auftrag, wie die Zusammenarbeit laufen wird.

Was kostet eine Website bei uns? Eine offene Kalkulation

Damit die Posten von oben nicht abstrakt bleiben, hier unsere eigenen Preise. Sie stehen öffentlich, weil ein Preis, den man erst nach drei Gesprächen erfährt, vor allem eines verrät: dass er von Fall zu Fall anders ausfällt.

  • One Pager — 699,- €, Bearbeitungszeit 2 bis 10 Werktage. Eine einzelne, durchgestaltete Seite mit allen Abschnitten untereinander. Passt für klar umrissene Angebote und für alle, die zügig online sein wollen — Näheres auf der Seite zum One Pager.
  • Multi Pager — 1299,- €, Bearbeitungszeit 5 bis 15 Werktage. Mehrere Unterseiten mit eigener Gliederung, damit jede Leistung ihren Platz bei Google bekommt. Die häufigste Wahl bei Betrieben mit mehreren Standbeinen — siehe Multi Pager.
  • Enterprise — 2299,- €, Bearbeitungszeit 10 bis 30 Werktage. Für umfangreichere Vorhaben mit besonderen Anforderungen an Struktur, Umfang und Funktion — die Details stehen auf der Enterprise-Seite.
  • WebCare-Paket — 49,- € pro Monat. Die laufende Betreuung nach dem Start: Aktualisierungen, kleine Änderungen, ein Auge auf die Seite.
  • SEO-Paket — 399,- €. Die gezielte Arbeit an der Sichtbarkeit bei Google, wenn die Seite gefunden werden soll und nicht nur existieren.

Die Bearbeitungszeiten sind Spannen, keine Versprechen für den Einzelfall — sie hängen unmittelbar davon ab, wie schnell Inhalte und Rückmeldungen von Ihrer Seite kommen. Das ist keine Floskel: In der Praxis ist die Wartezeit auf Texte und Bilder der mit Abstand längste Abschnitt eines Projekts.


Die laufenden Kosten, an die niemand denkt

Eine Website ist keine einmalige Anschaffung. Sie ist eher wie ein Ladenlokal: einmal eingerichtet, dann monatlich getragen. Wer nur den Bau kalkuliert, wird nach einem Jahr überrascht.

Diese Posten laufen weiter. Die Domain, also Ihre Internetadresse, wird jährlich verlängert und ist der kleinste Betrag von allen. Das Hosting — der Platz auf einem Server, von dem aus Ihre Seite ausgeliefert wird — kostet je nach Anspruch an Tempo, Standort und Erreichbarkeit unterschiedlich viel.

Dazu kommen technische Aktualisierungen. Jede Website steht auf Software, und Software altert. Sicherheitslücken werden bekannt, Browser ändern sich, Zertifikate laufen aus.

Ohne Pflege ist eine Seite nach ein bis zwei Jahren nicht mehr auf dem Stand — und im ungünstigen Fall ein offenes Tor. Was das konkret bedeutet, steht ausführlich im Beitrag darüber, warum Wartung kein Luxus ist.

Und schließlich die inhaltliche Pflege: neue Leistungen, geänderte Öffnungszeiten, aktuelle Preise, ein neues Teammitglied. Wer das selbst macht, zahlt mit Zeit. Wer es abgibt, zahlt mit Geld. Beides ist in Ordnung — nur beides gar nicht einzuplanen, geht schief.

Warum das billigste Angebot oft das teuerste wird

Die Rechnung geht selten an der Rechnung auf, sondern an dem, was fehlt. Ein sehr günstiges Angebot spart meistens an einer von drei Stellen: an den Inhalten, an der technischen Sorgfalt oder an der Erreichbarkeit danach. Wer selbst im gehobenen Preissegment arbeitet, zahlt dafür noch an einer weiteren Stelle, denn die Seite prägt die Preiserwartung des Interessenten, bevor Sie Ihre Zahl nennen — nachzulesen im Beitrag darüber, wie eine Website hohe Preise rechtfertigt.

Typische Folgekosten sehen so aus. Die Texte fehlen, also schreiben Sie sie selbst — an Abenden, die Ihnen niemand bezahlt. Die Seite ist nicht auffindbar, weil an der Struktur gespart wurde, also brauchen Sie ein Jahr später eine Überarbeitung.

Jede Kleinigkeit wird nachberechnet, weil im Angebot nur ein Minimum stand. Oder der Anbieter ist nach dem Start nicht mehr erreichbar und niemand kommt an die Zugänge.

Der zweite häufige Fall ist der Baukasten. Für den Anfang wirkt er unschlagbar günstig, hat aber eigene Grenzen — bei der Ladezeit, bei der Auffindbarkeit und beim Umzug, wenn man später wechseln will. Wann sich das rechnet und wann nicht, haben wir im Vergleich Baukasten oder Agentur durchgerechnet.

Die brauchbarste Frage ist deshalb nicht „Was kostet es?“, sondern: Was bekomme ich dafür, und was kostet mich das, was fehlt?

Womit Sie den Preis selbst senken

Der günstigste Hebel liegt bei Ihnen — und zwar vor dem Start. Drei Vorarbeiten sparen bei jedem Anbieter Geld, weil sie genau die Posten verkleinern, die am teuersten sind:

  1. Texte liefern. Sie müssen nicht druckreif sein. Aber wer seine Leistungen, seine Preise und die Antworten auf die zehn häufigsten Kundenfragen einmal aufschreibt, spart die aufwendigste Position überhaupt — und niemand kennt das Geschäft besser.
  2. Bilder besorgen. Echte Fotos vom Betrieb, vom Team, von der Arbeit. Sie wirken besser als jedes gekaufte Stockfoto und ersparen die Suche und Lizenzkosten. Ein Termin mit einem Fotografen ist gut angelegt.
  3. Klare Vorstellungen mitbringen. Wer soll auf der Seite landen, was soll dieser Mensch danach tun — anrufen, schreiben, vorbeikommen, bestellen? Zwei, drei Beispielseiten, die Ihnen gefallen, und ein Satz dazu, warum. Das kürzt die Entwurfsrunden spürbar.

Wer alle drei Punkte mitbringt, verkürzt nicht nur den Preis, sondern auch die Bearbeitungszeit — meist deutlicher, als jede Verhandlung über den Betrag es könnte.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb mindestens?

Für einen klar umrissenen Auftritt — wer Sie sind, was Sie anbieten, wie man Sie erreicht — reicht in der Regel eine einzelne, gut gebaute Seite. Bei uns ist das der One Pager für 699,- €.

Rechnen Sie zusätzlich die laufenden Kosten mit: Domain, Hosting und Pflege. Erst diese Summe ist Ihr echtes Jahresbudget, und nur damit lassen sich Angebote ehrlich vergleichen.

Warum unterscheiden sich Angebote so stark?

Weil selten dasselbe angeboten wird. Das eine Angebot enthält Texte, das andere setzt Ihre voraus. Das eine rechnet zwei Korrekturrunden ein, das andere keine. Das eine übergibt Ihnen alle Zugänge, beim anderen bleibt die Seite in fremder Hand.

Legen Sie zwei Angebote nebeneinander und markieren Sie die fünf Posten von oben. Meistens ist nach zehn Minuten klar, dass die beiden Zahlen gar nicht vergleichbar waren.

Muss ich monatlich für die Betreuung zahlen?

Müssen nicht. Aber irgendjemand muss die Seite aktuell halten — technisch wie inhaltlich. Entweder Sie selbst oder jemand, den Sie dafür beauftragen.

Wir bieten das als WebCare-Paket für 49,- € im Monat an. Ob sich das für Sie lohnt, hängt schlicht daran, wie viel Zeit Sie selbst investieren wollen und wie kritisch die Seite für Ihr Geschäft ist.

Lohnt sich das SEO-Paket zusätzlich?

Eine Website ist zunächst nur vorhanden. Gefunden zu werden ist eine eigene Aufgabe: die richtigen Suchwörter, eine passende Struktur, die Einträge im Umfeld Ihres Ortes. Dafür gibt es bei uns das SEO-Paket für 399,- €.

Sinnvoll ist es vor allem dann, wenn Sie neue Kunden über die Suche gewinnen wollen. Wer seine Website hauptsächlich als Nachweis nutzt, den man auf der Visitenkarte weitergibt, braucht es zunächst nicht.

Was Sie jetzt tun können

Schreiben Sie in fünf Sätzen auf, was Ihre Website leisten soll und wer darauf landen wird. Legen Sie daneben, was Sie an Texten und Bildern schon haben. Schätzen Sie zuletzt Ihr Jahresbudget inklusive der laufenden Kosten.

Mit diesen drei Angaben bekommen Sie überall ein belastbares Angebot statt einer Hausnummer — und können die Frage, was eine Website kostet, endlich für Ihren eigenen Fall beantworten.

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