Web-Aufbereitung

Werkzeug

Wie gut ist Ihre Website wirklich?

18 Fragen, die Sie in zehn Minuten selbst beantworten können — ohne Fachwissen und ohne Werkzeuge. Zu jeder Frage steht dabei, wie Sie es überprüfen.

Am Ende bekommen Sie eine Punktzahl und eine Einordnung. Nicht jede Antwort zählt gleich viel: Ein fehlendes Impressum wiegt schwerer als ein unschöner Seitentitel.

Technik

  • Lädt Ihre Startseite auf dem Handy in unter drei Sekunden?

    Mobilfunk statt WLAN einschalten, Seite neu laden und im Kopf mitzählen. Wenn Sie bis vier kommen, ist die Antwort Nein.

  • Ist Ihre Website über https:// erreichbar?

    Adresszeile ansehen: Steht dort ein Schloss oder wenigstens kein Warnhinweis? Tippen Sie testweise http:// davor — es muss automatisch auf https:// umspringen.

  • Lässt sich alles auf dem Handy bedienen, ohne zu zoomen?

    Menü öffnen, Formular ausfüllen, Telefonnummer antippen. Wenn Sie dabei zwei Finger zum Vergrößern brauchen, zählt das als Nein.

  • Sind Ihre Bilder für das Web verkleinert?

    Rechtsklick auf ein großes Bild, „Grafik anzeigen“, dann die Dateigröße prüfen. Über 500 Kilobyte pro Bild ist zu viel.

  • Führen alle Menüpunkte zu einer echten Seite?

    Klicken Sie jeden Menüpunkt einmal an. Eine Fehlerseite oder eine leere Seite mit „Demnächst“ zählt als Nein.

Inhalt

  • Steht auf jeder Seite ein eindeutiger Weg zur Kontaktaufnahme?

    Öffnen Sie eine beliebige Unterseite und suchen Sie ohne zu scrollen nach Telefonnummer, Formular oder Kontaktknopf. Nicht gefunden heißt Nein.

  • Versteht ein Fremder in fünf Sekunden, was Sie anbieten?

    Zeigen Sie die Startseite jemandem, der Ihr Geschäft nicht kennt, und nehmen Sie das Handy nach fünf Sekunden weg. Kann die Person es wiedergeben?

  • Sind alle Angaben auf der Website aktuell?

    Öffnungszeiten, Preise, Team, Jahreszahl im Fußbereich. Eine einzige veraltete Angabe genügt für ein Nein.

  • Ist der Text frei von Tipp- und Rechtschreibfehlern?

    Text markieren, in ein Textprogramm kopieren und die Rechtschreibprüfung laufen lassen. Das dauert pro Seite eine Minute.

Sichtbarkeit

  • Hat jede Unterseite einen eigenen Titel?

    Öffnen Sie mehrere Unterseiten in eigenen Tabs und lesen Sie die Tab-Beschriftungen. Steht überall dasselbe, ist die Antwort Nein.

  • Findet Google Ihre Unterseiten, nicht nur die Startseite?

    Suchen Sie bei Google nach site: gefolgt von Ihrer Adresse, zum Beispiel site:ihrefirma.de. Die Trefferzahl sollte ungefähr zu Ihrer Seitenzahl passen.

  • Ist Ihr Google-Unternehmensprofil gepflegt und mit der Website verknüpft?

    Suchen Sie Ihren Firmennamen. Erscheint rechts ein Kasten mit Adresse, Zeiten und Website-Link — und stimmt alles darin?

Recht & Barrierefreiheit

  • Haben Ihre Bilder Alternativtexte?

    Alternativtexte beschreiben ein Bild für Menschen, die es nicht sehen können. Im Verwaltungsbereich Ihrer Website steht dafür pro Bild ein Feld — ist es gefüllt?

  • Ist ein vollständiges Impressum von jeder Seite aus erreichbar?

    Es muss mit höchstens zwei Klicks erreichbar sein und Name, Anschrift, Telefon, E-Mail und gegebenenfalls Register und Umsatzsteuer-ID enthalten.

  • Passt Ihre Datenschutzerklärung zu dem, was die Website wirklich tut?

    Vergleichen Sie: Steht dort ein Dienst, den Sie längst nicht mehr nutzen? Fehlt einer, den Sie neu eingebaut haben?

Pflege

  • Gibt es ein aktuelles Backup, das schon einmal zurückgespielt wurde?

    Ein Backup, das noch nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung und keine Sicherung. Nur Ja, wenn Sie es wirklich einmal getestet haben.

  • Wurden Software-Updates in den letzten drei Monaten eingespielt?

    Im Verwaltungsbereich steht meist eine Liste offener Aktualisierungen. Leere Liste oder ein Datum aus den letzten Wochen heißt Ja.

  • Wissen Sie, wer sich im Notfall um die Website kümmert?

    Nur Ja, wenn Sie den Namen und die Telefonnummer jetzt sofort nennen könnten — und die Zugangsdaten nicht nur in einem alten E-Mail-Postfach liegen.

0 von 18 beantwortet

Beantworten Sie alle Fragen, dann erscheint hier die Auswertung. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser – es wird nichts gesendet und nichts gespeichert.

Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und keine Messung. Wir sehen Ihre Website nicht, prüfen keinen Quelltext und lesen keine Server-Daten aus — die Punktzahl entsteht ausschließlich aus Ihren Antworten. Sie ersetzt keine technische Prüfung, taugt aber gut, um die groben Baustellen zu finden.

Warum wir nach Gewicht rechnen und nicht nach Häkchen

Achtzehn Fragen, achtzehn Punkte — das wäre einfach zu rechnen und wäre falsch. Ein fehlender Alternativtext bei einem Bild ist ein Schönheitsfehler. Ein fehlendes Impressum ist ein Abmahnrisiko. Beides gleich zu zählen würde ein Ergebnis erzeugen, das gut aussieht und nichts wert ist.

Deshalb hat jede Frage ein Gewicht von 1 bis 3. Gewicht 3 bedeutet: Dieser Punkt kostet Sie direkt Besucher, Anfragen oder Rechtssicherheit. Gewicht 1 bedeutet: gut, wenn es da ist, aber niemand verliert deswegen einen Auftrag. Ihre Prozentzahl ist der Anteil der erreichten Gewichtspunkte an den möglichen — nicht der Anteil der Ja-Antworten.

Praktisch heißt das: Wer bei allen leichten Fragen Ja sagt und bei den schweren Nein, landet nicht bei 60 Prozent, sondern deutlich darunter. Genau so soll es sein.

Die fünf Bereiche im Check

Technik

Ladezeit, Verschlüsselung, Bedienbarkeit auf dem Handy, Bildgrößen. Hier entscheidet sich, ob ein Besucher überhaupt bis zu Ihrem Angebot vordringt.

Inhalt

Verständlichkeit in fünf Sekunden, Aktualität, Kontaktweg auf jeder Seite. Der Bereich, in dem die meisten Websites unterschätzt werden.

Sichtbarkeit

Eigene Seitentitel, Auffindbarkeit der Unterseiten, gepflegtes Google-Profil. Ohne das findet Sie nur, wer Ihren Namen schon kennt.

Recht

Impressum, Datenschutzerklärung, Übereinstimmung mit dem, was technisch tatsächlich passiert. Der Bereich mit dem höchsten finanziellen Einzelrisiko.

Pflege

Backups, Updates, Zuständigkeit. Unsichtbar, solange alles läuft — und der einzige Bereich, der im Ernstfall über Tage oder Minuten Ausfall entscheidet.

Was hier fehlt

Barrierefreiheit, Datenanalyse und Server-Sicherheit prüfen wir nicht mit 18 Ja/Nein-Fragen — dafür braucht es einen Blick in die Seite selbst.

Was Sie mit dem Ergebnis anfangen

Eine Prozentzahl allein ändert nichts. Diese Reihenfolge hat sich bei uns bewährt, wenn eine bestehende Website in Ordnung gebracht werden soll.

  1. 1

    Alle Nein mit Gewicht 3 aufschreiben10 Minuten

    Das sind Ihre echten Baustellen. Alles andere kann warten. Meist bleiben zwei bis fünf Punkte übrig — eine Liste, die man an einem Nachmittag durchgehen kann.

  2. 2

    Das Rechtliche zuerst erledigen1–2 Tage

    Impressum und Datenschutzerklärung sind das einzige Thema, bei dem Sie Post von einem Anwalt bekommen können. Es ist außerdem der Punkt, der am schnellsten behoben ist.

  3. 3

    Danach die Technik2–5 Tage

    Verschlüsselung, Bildgrößen, Bedienbarkeit auf dem Handy. Das sind messbare Verbesserungen mit sofort sichtbarer Wirkung auf die Absprungrate.

  4. 4

    Zuletzt Inhalt und Sichtbarkeitlaufend

    Texte schärfen, Titel vergeben, Google-Profil pflegen. Das wirkt langsamer, aber dauerhaft — und es ist der Teil, den Sie selbst weiterführen können.

  5. 5

    Ehrlich entscheiden: reparieren oder neu bauen

    Wenn mehr als die Hälfte der schweren Punkte offen ist, ist Reparieren oft teurer als ein Neubau. Wir sagen Ihnen das auch dann, wenn die kleinere Rechnung dabei herauskommt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Nicht zwingend. Schauen Sie sich an, welche Fragen Sie verneint haben. Drei verneinte Fragen mit Gewicht 1 sind harmlos. Eine einzige verneinte Frage zum Impressum ist ein Grund, heute noch tätig zu werden. Die Prozentzahl ist eine Zusammenfassung, die Einzelantworten sind die eigentliche Information.

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